Kabinenpersonal: Lufthansa bereitet sich auf Streiks vor

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Kabinenpersonal: Lufthansa bereitet sich auf Streiks vor

Die Lufthansa will der Gewerkschaft UFO des Kabinenpersonals heute ein neues Angebot vorlegen. Die Verhandlungen sind jedoch so festgefahren, dass eine Einigung unwahrscheinlich scheint. Es drohen Streiks.

Die Lufthansa richtet sich auf Streiks ihrer rund 19.000 Flugbegleiter ein. Man rechne mit „Turbulenzen“ in der tariflichen Auseinandersetzung mit der Kabinengewerkschaft UFO, sagte Personalvorstand Stefan Lauer am Dienstagabend in Frankfurt. „Das Schlimmste“ werde aber voraussichtlich nicht eintreten. Gemeint sei damit ein flächendeckender, langwieriger Erzwingungsstreik, wie Lauer später erläuterte. Die Kunden bat der Manager vorab um Verständnis.

Der einflussreiche Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber stärkt seinen Nachfolgern in dem Konflikt den Rücken und rät zu Härte. „Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Gewerkschaften hätten seinerzeit verhindert, einen echten Billigflieger unter dem Dach der Lufthansa zu etablieren.

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Die Lufthansa wollte in den festgefahrenen Verhandlungen am Mittwoch ein modifiziertes Angebot vorlegen, das sich ausschließlich mit Fragen der Vergütung und Eingruppierung der Stewards und Stewardessen beschäftigt. Zuvor hatte UFO umfassendere Gespräche über weitere Veränderungen beim Kabinenpersonal wie zum Beispiel den Einsatz von Leiharbeitern einseitig abgebrochen. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem fünf Prozent mehr Geld für die Flugbegleiter.

UFO will das neue Angebot nach eigenen Angaben schnell prüfen. Vor Donnerstag werde es aber voraussichtlich keine Bewertung geben, erklärte der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies. „Die Verhandlungen mit der Lufthansa befinden sich in einer extrem schwierigen Phase“, teilte UFO am Mittwoch auf ihrer Website mit.

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Die internen Vorbereitungen für einen Arbeitskampf liefen. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder dazu auf, einen möglichen Streik organisatorisch zu unterstützen. Die Mitglieder der Gewerkschaft haben sich bereits Anfang des Monats in einer Urabstimmung deutlich für den Streik ausgesprochen: 97,5 Prozent stimmten dafür.

Für Freitag hat Lufthansa noch zu einer weiteren Verhandlungsrunde eingeladen. Baublies hält eine Einigung zu den Entgelten ohne ein Einlenken der Lufthansa bei den strukturellen Plänen für unmöglich. Es drohe eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

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