Kälteschutz: Die Deutsche Bahn sorgt für den Winter vor

Kälteschutz: Die Deutsche Bahn sorgt für den Winter vor

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Sieben Minuten lang werden die ICEs von unten mit Frostschutzmittel besprüht. Das Glykolgemisch soll verhindern, dass sich während der Fahrt Eisklumpen am Zug bilden.

Reisende könnten im kommenden Winter mit weniger Verspätungen bei der Deutschen Bahn rechnen. Für eine besser Enteisung hat die DB jetzt eine Frostschutzanlage in Betrieb genommen.

Die Bahn sorgt vor: Eisklumpen unter den Zügen und Verspätungen wegen Schneefall sollen ab diesem Jahr der Vergangenheit angehören. In Frankfurt steht jetzt eine Frostschutzanlage für Bahnen bereit. Dabei sprühen 42 Düsen die ICEs von unten mit warmem Glykol-Gemisch ein. Sieben Minuten lang fahren die Züge über diese Dusche, die die gefährdeten Drehgestelle an den Rädern. Für mindestens 24 Stunden soll das verhindern, dass sich dort während der Fahrt Eis- und Schneeklumpen bilden. Die vorbeugende Behandlung mit dem Frostschutzmittel sollen jedoch zunächst zur ICE 3-Züge der Deutschen Bahn bekommen, die nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande fahren. Das Ziel: Zeit beim Enteisen sparen und so die Kunden pünktlich ans Ziel bringen.  

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„Wir hoffen auf eine höhere Fahrzeugverfügbarkeit“, sagte DB-Projektleiter Carsten Burmeister am Mittwoch in Frankfurt. Normalerweise saugen schnell fahrende Züge den Schnee förmlich an, so Burmeister. Daraus wüchsen dann unter den Fahrzeugen dicke Eisklumpen. Wenn diese sich lösen, wirbeln sie Schottersteine hoch und verursachen so am Blech des Zuges Schäden.

Alle vereisten Züge mussten bisher drei bis vier Stunden lang enteist werden. Zukünftig soll das nur noch 15 Minuten dauern. Burmeister verspricht sich viel von der Frostschutzanlage, er rechnet mit 80 Prozent weniger Schnee an den Zügen.

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Rund 600.000 Euro hat die Frostschutzanlage die Bahn gekostet. Nach Angaben der Bahn ist es die erste dieser Art in Deutschland. Sie soll eingesetzt werden, sobald die Temperaturen unter drei Grad sinken und Schnell einsetzt.
„Dann rufen wir den Winter aus“, sagte Burmeister. Das Frostschutzmittel, das dann zum Einsatz komme, sei biologisch abbaubar und ungiftig, und unter anderen in Hautcremes oder Lebensmitteln enthalten.

Im Frühjahr wird die Bahn dann Bilanz ziehen und entscheiden, ob weitere Anlagen in Betrieb genommen werden.

Im kommenden Frühjahr soll Bilanz gezogen und entschieden werden, ob weitere Anlagen in Betrieb genommen werden. Bis zu zehn seien für das gesamte DB-Netz nötig, schätzt Burmeister.

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