Konjunkturschwäche und hohe Kosten : Bahn-Gewinn bricht ein

Konjunkturschwäche und hohe Kosten : Bahn-Gewinn bricht ein

, aktualisiert 27. März 2014, 11:22 Uhr
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Der Aufsichtsrat der Bahn beriet am Mittwoch in Berlin über den Jahresabschluss 2013, einen Bericht zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die politische Kontaktpflege des Konzerns.

Die Deutsche Bahn hat ihre Ziele für das Jahr 2013 verfehlt. Trotz mehr Fahrgästen gab das Geschäftsergebnis kräftig nach. Auch der Bund zeigt sich bescheidener und soll weniger Dividende erhalten.

Die Deutsche Bahn hat ihre Ziele für das Jahr 2013 verfehlt. Der Gewinn brach trotz eines Passagierrekords und erhöhter Fahrpreise ein. Bei einem nahezu unveränderten Umsatz von gut 39 Milliarden Euro blieb unter dem Strich ein Gewinn von 649 Millionen Euro, wie das bundeseigene Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt/Main mitteilte. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch 1,46 Milliarden Euro betragen.

Bahnchef Rüdiger Grube begründete die Einbußen mit der schwierigen Wirtschaftslage in Europa, unter der der Güterverkehr litt, mit höheren Personal- und Energiekosten sowie den Folgen des Elbe-Hochwassers im vergangenen Sommer.

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Die Zahl der Fahrgäste stieg konzernweit von 4,1 auf 4,4 Millionen. Allein im Schienenverkehr gab es 2,24 Millionen Passagiere nach 2,15 Millionen im Vorjahr. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft gab dennoch kräftig nach. Die Bahn bezifferte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 2,24 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 2,71 Milliarden Euro.

Vor einem Jahr hatte der Konzern für 2013 einen Umsatz von 41 Milliarden Euro und ein Ebit von 2,8 Milliarden Euro angepeilt.

Weniger Dividende an den Bund

Die Bahn soll angesichts eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr weniger Dividende an den Bund als Eigentümer zahlen. Die Ausschüttung von 200 Millionen Euro soll nach Angaben aus dem Bundesverkehrsministerium in voller Höhe wieder ins Schienennetz investiert werden. Im Jahr zuvor hatte der Konzern eine Dividende von 525 Millionen Euro abgeführt. Ihre Bilanz für 2013 legt die Bahn an diesem Donnerstag vor. Laut Konzernkreisen standen unter dem Strich 649 Millionen Euro Gewinn nach 1,48 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Die Bundesmittel für das Gleisnetz sollen laut Ministerium von zuletzt 2,75 Milliarden Euro im Jahr in den nächsten Jahren erhöht werden: um 200 Millionen Euro in diesem Jahr, um 400 Millionen Euro 2016 und um 450 Millionen Euro im Jahr 2017. Bahnchef Rüdiger Grube hatte wiederholt gefordert, für den Erhalt des Schienennetzes mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Der Aufsichtsrat der Bahn beriet am Mittwoch in Berlin über den Jahresabschluss 2013, einen Bericht zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die politische Kontaktpflege des Konzerns. Vorstandschef Grube hatte viel Kritik mit seinem Vorhaben ausgelöst, den früheren Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand zu holen.

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Nun wollte er dem Aufsichtsrat eine Neuordnung der Regierungskontakte vorschlagen, die keine Vorstandserweiterung vorsieht. Es wäre damit aber möglich, dass Pofalla früher oder später einen der Vorstände ersetzt. Zu dem Konzept Grubes, das für diese Aufsichtsratssitzung angekündigt war, wollte die Bahn am Mittwoch zunächst nichts sagen.

Vor dem Hintergrund des gesunkenen Unternehmensgewinns hatte es Diskussionen über eine geplante Gehaltserhöhung für Grube gegeben. Dieser erklärte am Dienstag seinen Verzicht auf den Aufschlag.

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