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Konzernumbau: Germanwings bleibt Lufthansas Billig-Marke

Mit Spannung wurde erwartet, was sich die Lufthansa für ihre Billig-Airline ausgedacht hat. Am Donnerstag teilte der Konzern mit: Es bleibt bei der Marke Germanwings. Deren Image soll nun aufpoliert werden.

1. Unternehmensorganisation

Während andere Fluglinien wie British Airways bereits massiv Personal abgebaut haben, leistet sich die Lufthansa in vielen Bereichen Doppelarbeiten. So haben nicht nur das Fluggeschäft, sondern auch die großen Töchter wie das Wartungsgeschäft eigene große Hauptverwaltungen. Dazu werkeln etwa die EDV-Abteilung des Fluggeschäfts parallel zu den Fachleuten der konzerneigene IT-Tochter Lufthansa Systems und legen einander nicht selten eher Steine in den Weg als die beste Lösung zu suchen.

Bild: Reuters

Die Lufthansa fliegt auf den Direktverbindungen abseits der Drehkreuze Frankfurt und München künftig unter ihrer Billigflieger-Marke Germanwings. Ab dem Jahr 2013 solle das Flugangebot in einer aufgewerteten Germanwings unter dem Motto „günstig, aber nicht billig“ zusammengeführt werden, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt mit.

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Die Kernmarke Lufthansa soll sich künftig auf die Langstreckenflüge ab Frankfurt, München und Düsseldorf und alle Verbindungen aus Frankfurt und München konzentrieren. An der Germanwings-Spitze soll es keine Veränderungen geben. Thomas Winkelmann, Axel Schmidt und Oliver Wagner sollten den Umbau der Fluglinie gemeinsam begleiten.

Air Baltic: 33 Flugzeuge

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat mit 33 Flugzeugen, darunter 14 Boeing 737, derzeit auf Platz 9. Vor kurzem wurde jedoch bekannt, dass die Airline 20 weitere Maschinen beim Flugzeugbauer Bombadier bestellt hat.

Bild: Presse

Geplant sei, dass die neue Airline 2015 operativ schwarze Zahlen schreibt, bekräftigte die Lufthansa.

Zugleich wurde bekannt, dass nach Darstellung der Gewerkschaft Ufo die Lufthansa in den Tarifverhandlungen für die Flugbegleiter mit einem bislang nicht bekannten Stellenabbau gedroht hat. „Angeblich gibt es bei der Lufthansa Passage wegen nicht erreichter Wachstumsziele bereits jetzt zu viele Leute“, sagte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies am Donnerstag in Frankfurt.

Gemeinsam mit dem Vorgehen beim Ausbau der Billigfluglinie Germanwings ergebe sich damit „ein ganz neues Erpressungspotenzial“, das die laufende Schlichtung für die rund 18.000 Lufthansa-Flugbegleiter in Frage stelle, meinte der Gewerkschafter. Die Unternehmensführung um Chef Christoph Franz suche offenbar die Konfrontation mit der Belegschaft in der Kabine wie auch am Boden.

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Ufo hatte vor wenigen Wochen den ersten Flugbegleiter-Streik in der Lufthansa-Geschichte gestartet, bei dem mehr als 1000 Flüge ausfielen. Nun habe sich die Geschäftsgrundlage massiv geändert, sagte Baublies. Ob die Schlichtung unter Leitung des Wirtschaftsexperten Bert Rürup wie geplant an diesem Wochenende weitergehen könne, sei offen.

Es müsse Ufo nun vorrangig darum gehen, Entlassungen zu verhindern und Nachteile zu vermeiden für die Kollegen, die in die Billigtochter abgeschoben werden sollten. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass rund 1200 Flugbegleiter der Lufthansa für das neue Direktflugangebot in die mit schlechteren Tarifbedingungen ausgestattete Germanwings wechseln müssten.

Die Lufthansa hat allerdings versprochen, dass niemand persönliche Nachteile zu erwarten habe.

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