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Kosten sparen: Lufthansa will Betriebsrenten kürzen

Tausende Mitarbeiter der Lufthansa müssen sich einem Medienbericht zufolge auf sinkende Betriebsrenten gefasst machen. Die Geschäftsführung will den entsprechenden Tarifvertrag zum Ende des Jahres kündigen.

1. Unternehmensorganisation

Während andere Fluglinien wie British Airways bereits massiv Personal abgebaut haben, leistet sich die Lufthansa in vielen Bereichen Doppelarbeiten. So haben nicht nur das Fluggeschäft, sondern auch die großen Töchter wie das Wartungsgeschäft eigene große Hauptverwaltungen. Dazu werkeln etwa die EDV-Abteilung des Fluggeschäfts parallel zu den Fachleuten der konzerneigene IT-Tochter Lufthansa Systems und legen einander nicht selten eher Steine in den Weg als die beste Lösung zu suchen.

Bild: Reuters

Die Lufthansa will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ die Betriebsrenten kürzen. Ein Lufthansa-Sprecher wollte dies am Sonntag weder bestätigen noch dementieren. Zunächst sollten in der neuen Woche die Mitarbeiter informiert werden, sagte er auf Anfrage in Frankfurt. Ziel sei es, eine langfristige Sicherung der Altersversorgung zu erreichen. Ein Konzernsprecher betonte laut „Spiegel“, die Reform sei nötig, um das System zukunftssicher zu machen.
Dem Bericht zufolge geht es um die Altersversorgung von mehr als 60000 Mitarbeitern im Fluggeschäft des Konzerns, aber auch bei Ablegern wie der Catering- oder Techniksparte. Langjährige Flugbegleiter konnten danach bisher mit rund 1000 Euro Zusatzrente pro Monat rechnen, Kapitäne sogar mit bis zu 4000 Euro.

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Die Details seien in einem eigenen Tarifvertrag geregelt, den die Geschäftsführung zum Jahresende kündigen wolle, um Kosten zu sparen. Stattdessen solle ein neues, abgespecktes Betriebsrenten-Modell erarbeitet werden.
Neue Vorschriften zur Rechnungslegung und die anhaltende Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank hatten dazu geführt, dass die Lufthansa ihre Pensionsrückstellungen in der Bilanz kräftig aufstocken musste. Den Angestellten drohten durch den Plan herbe Einschnitte, schreibt „Der Spiegel“.



1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.01.2014, 21:07 Uhrconnie2000

    Da tut die Lufthansa gut daran, die Betriebsrenten zu kürzen. Bei einem gesetzlich Krankenversicherten gehen ca. 40 % der Betriebsrente für Steuern und Sozialabgaben drauf.

    Der Arbeitgeber will für seine Arbeitnehmer eine Altersvorsorge und nicht den Staat und die Krankenkasse mästen. Obendrein geht er bei Betriebsrenten hohe Haftungsrisiken ein.

    Da ziehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einem Strang, wenn sie sich um andere Formen der Altersvorsorge für die Arbeitnehmer kümmern.

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