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Kostenexplosion: Berliner Flughafen könnte 4 Milliarden kosten

Der Berliner Pannen-Flughafen sorgt für neue Schlagzeilen: Einem Bericht zufolge könnten sie Kosten nach der geplatzten Eröffnung auf vier Milliarden Euro steigen.

Bauarbeiten vor dem Terminal des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt. Das Debakel nimmt kein Ende: Der neue Eröffnungstermin wackelt, die Kosten explodieren. Quelle: dpa
Bauarbeiten vor dem Terminal des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt. Das Debakel nimmt kein Ende: Der neue Eröffnungstermin wackelt, die Kosten explodieren. Quelle: dpa

Die Kosten für den neuen Berliner Flughafen könnten nach der verschobenen Eröffnung einem Medienbericht zufolge auf gut vier Milliarden Euro steigen. Das wäre eine Erhöhung um mehr als eine Milliarde Euro, wie die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft berichtet.

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"Wir nehmen zu Spekulationen keine Stellung", sagte auf Anfrage Flughafensprecher Ralf Kunkel. Die Zeitung schreibt, dass nach ersten Kalkulationen die Bauzusatzkosten, entgangene Einnahmen und Ausgaben für den Schallschutz Kosten von bis zu 1,1 Milliarden Euro verursachen könnten. Hinzu kämen mögliche Schadenersatzzahlungen in nicht bezifferter Höhe.

Beim verschobenen Eröffnungstermin will zudem der Bund keine Ungewissheiten mehr in Kauf nehmen. „Wenn es am Freitag im Aufsichtsrat auch nur den geringsten Zweifel daran gibt, dass der 17. März gehalten werden kann, werde ich den Antrag stellen, über den Eröffnungstermin noch mal zu reden“, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), der Zeitung. Er ist Mitglied des Gremiums, das an diesem Freitag zusammenkommt.

Willy Brandt-Flughafen Berlin

Beim weltweit jüngsten Pannenairport wird derzeit der fünfte neue Starttermin verhandelt. Die Liste der Mängel ist lang und reicht von mangelhaftem Brandschutz über zu kleine Check-in Schalter, falsch gepflanzte Bäume und nicht genehmigte Flugrouten.

Bild: dpa

Der Landkreis Dahme-Spreewald, in dem der Flughafen liegt, hatte Bedenken zum Termin angemeldet. Weil der Flughafen die Probleme unter anderem mit dem Brandschutz derzeit nicht in den Griff bekomme, habe Baudezernent Carl-Heinz Klinkmüller „vorsorglich seine Bedenken zum Betriebsaufnahmetermin am 17.03.2013“ mitgeteilt. Dem Statusbericht der Sachverständigen sei zu entnehmen, „dass sich nicht hinreichend mit der Mängelverfolgung und -beseitigung auseinandergesetzt wurde“. Kunkel sagte am Donnerstag: „Wir werden die Gespräche mit dem Landkreis fortsetzen.“

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) reagierte skeptisch auf Spekulationen über eine erneute Verschiebung der Eröffnung des Hauptstadtflughafens. „Ich habe keine Erkenntnisse zurzeit, dass dieser Termin nicht steht“, sagte Wowereit am Donnerstag am Rande des Baubeginns für das Berliner Stadtschloss. Wowereit, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft ist, sagte: „Die Äußerungen des Landratsamtes Dahme-Spreewald waren ja nicht gerade substanziiert.“

Die Inbetriebnahme des neuen Airports musste wegen Problemen beim Brandschutz und Mängeln in der Bauplanung vom 3. Juni 2012 um neun Monate verschoben werden. Der Aufsichtsrat tagt an diesem Freitag in Schönefeld. Zu den Inhalten der Sitzung wollte sich ein Sprecher am Donnerstag nicht äußern. Themen dürften die Kosten, der Eröffnungstermin und der Schallschutz für Anwohner sein. Die Gesellschafter wollen laut „Berliner Zeitung“ darüber hinaus Flughafenchef Rainer Schwarz die Entlastung zunächst verweigern.

Mit Material von dpa und dapd

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