Krankenhäuser: Geburtsstationen machen dicht

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Viele Geburtsstationen werden geschlossen

von Cordula Tutt

Seit der Jahrtausendwende ist ein Drittel aller Geburtsstationen an deutschen Krankenhäusern geschlossen worden.

Die WirtschaftsWoche berichtet unter Berufung auf Informationen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), dass die Kliniken im Jahr 2000 bundesweit noch 670 Abteilungen für Geburtshilfe betrieben, 2012 waren davon aber nur noch 430 in Betrieb. Die Stationen schließen vorrangig in ländlichen Gebieten, was die Wege für Gebärende länger und beschwerlicher macht. So schloss zu Jahresbeginn 2014 die einzige Geburtsstation auf der Insel Sylt.

Gründe für die Entwicklung sind, dass in Deutschland weniger Kinder auf die Welt kommen und zunehmender Kostendruck kleine Krankenhäuser und Stationen unrentabel macht. Auch sind in den letzten Jahren die Preise für neue Haftpflichtversicherungen der Kliniken mit Geburtshilfe nach oben geschnellt. Ähnlich wie bei Hebammen verlangen Versicherungen für Policen ärztlicher Geburtshelfer mehr Geld, weil geschädigten Neugeborenen deutlich höhere Entschädigungen zugesprochen werden als früher.

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