Krankenhaus: Mehr Einrichtungen von Insolvenz bedroht

Krankenhaus: Mehr Einrichtungen von Insolvenz bedroht

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Rund 16 Prozent der Krankenhäuser befinden sich im roten Bereich mit erhöhter Insolvenzgefahr.

Die Ertragslage deutscher Krankenhäuser hat sich zwar verbessert, doch bei immer mehr Einrichtungen besteht auch die Gefahr einer Insolvenz. Das zeigt eine aktuelle Krankenhaus-Studie.

Die Gefahr einer Insolvenz deutscher Krankenhäuser ist 2013 leicht gestiegen. Zugleich hat sich aber ihre Ertragslage insgesamt verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt der elfte Krankenhaus Rating Report, der beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. 16 Prozent der Krankenhäuser befanden sich danach im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Die durchschnittliche Umsatzrendite sei von 0,7 auf 1,4 Prozent gestiegen. Auf Konzernebene hätten 30 Prozent einen Jahresverlust geschrieben, ein Jahr zuvor seien es noch 33 Prozent gewesen.

Die Kapitalausstattung der Häuser sei jedoch unzureichend, so die Studie weiter. Ihr jährlicher Investitionsbedarf betrage 5,3 Milliarden Euro. Die Länder steuerten derzeit aber nur die Hälfte bei. Am Mittwoch verabschiedete das Kabinett das Krankenhausstrukturgesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), das den Ländern nahelegt, ihrer Verpflichtung für die Investitionen nachzukommen.

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Ein Arzt sitzt in seiner Praxis an einem Computer. Quelle: dpa

Mittelfristig werde der demografische Wandel ein deutlich effizienteres Gesundheitswesen erfordern, schreiben die Autoren der Studie. Ansätze hierzu seien strukturelle Veränderungen und eine stärkere Digitalisierung der Medizin. Eine Art „Bad Bank“ für Krankenhäuser könnte dabei helfen, Klinikschließungen besser zu bewerkstelligen. Ein solcher Fonds würde eine Anfangsausstattung von 2,7 Milliarden Euro erfordern. Die Krankenhausreform von Gröhe sieht für eine Umstrukturierung einen Strukturfonds vor, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet werden soll.

Der Krankenhaus Rating Report wurde gemeinsam vom Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI, der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb), der Stiftung Münch und der Philips GmbH erstellt.

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