Kreuzfahrten: Deutsche Anbieter profitieren von Costa-Unglücken

Kreuzfahrten: Deutsche Anbieter profitieren von Costa-Unglücken

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Die Lust auf eine Kreuzfahrt verging so manchem Urlauber nach den Schreckenmeldungen der Costa-Reederei. Doch nicht alle Anbieter leiden gleich unter der Imagekrise der Branche.

von Christian Schlesiger

Während die italienische Reederei das zweite Unglück verkraften muss, melden die deutschen Kreuzfahrt-Anbieter steigende Buchungszahlen.

Die deutschen Kreuzfahrtanbieter profitieren offenbar von den Unglücken der italienischen Reederei Costa. „Wir sehen bei allen deutschen Schiffen gute Zahlen“, sagt Wolfgang Fäth, Gründer und Geschäftsführer des Reisebüros Nees, das das Internetportal kreuzfahrten.de betreibt. Die Seite gehört zu den fünf größten Vermittlern von Kreuzfahrten in Deutschland.

„Offenbar fühlt sich der deutsche Kunde auf den Schiffen, auf denen deutsch gesprochen wird, sicherer“, sagt Fäth. Zu den Profiteuren zähle etwa TUI Cruises und kleinere Anbieter wie Ambiente Kreuzfahrten und FTI. Selbst AIDA, der Anbieter von Clubschiffen, der wie Costa zum amerikanischen Carnival Konzern gehört, scheint den Imageeinbruch bei den Schiffsreisen auf hoher See gut wegzustecken.

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Feuer an Bord 

Der italienische Anbieter Costa Crociere muss derzeit das zweite Unglück verkraften. Ein Feuer an Bord der „Allegra“ mit 1000 Menschen an Bord hat das Schiff vor den Seychellen manövrierunfähig gemacht. Ein französischer Fischtrawler schleppt das Schiff nun an eine nahe gelegene Insel. Im Januar kenterte die „Concordia“ mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio. 32 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Die Buchungen brachen nach dem Concordia-Unglück dramatisch um rund ein Drittel ein. Auch der Vermittler kreuzfahrten.de, der Costa-Reisen überdurchschnittlich stark verkauft, spürte einen Rückgang von rund 25 Prozent. „Insgesamt hat der Markt dadurch gelitten“, sagt Fäth. Der Einbruch sei deutlich zweistellig gewesen.

Das Concordia-Unglück traf die Branche zudem in der Hauptbuchungszeit. In den Monaten Januar und Februar verkaufen Reisebüros in der Regel ein Viertel aller Kreuzfahrten im Jahr. Vergangenes Jahr buchten mehr als 22.000 Kunden eine Hochseereise über kreuzfahrten.de.

Durch einen extrem starken Jahresbeginn vor dem Concordia-Unglück liegt der Umsatz bei kreuzfahrten.de allerdings bis heute bei „plus minus Null“. Zudem spüre er „seit einer Woche eine deutlich erhöhte Nachfrage“. Das aktuelle Unglück der Allegra werde zumindest für den Gesamtmarkt „keine nachhaltigen Auswirkungen haben“.

 

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