Krisenmanagement: Vorbereitungen für den Abschwung

Krisenmanagement: Vorbereitungen für den Abschwung

Bild vergrößern

Um sich für die Krise abzusichern hat Lufthansa die meisten ihrer Maschinen gekauft und nicht geleast

von Anke Henrich, Hans-Jürgen Klesse, Rüdiger Kiani-Kreß, Michael Kroker, Jürgen Salz, Lothar Schnitzler und Harald Schumacher

Während Konzerne auf einen Absturz des Geschäfts vorbereitet sind, kommen für viele kleinere Unternehmen mögliche Kurskorrekturen zu spät.

Seitdem Christoph Franz im Januar den Chefposten bei der Deutschen Lufthansa übernommen hat, pflegt er einen gewissen Sarkasmus. „Plötzliche Einbrüche im Geschäft sind für uns so alltäglich, dass wir einen Krisenstab mit festen Planstellen einrichten könnten“, sagt Deutschlands wichtigster Luftfahrtmanager.

Ob Staatsschuldenkrise, Piloten- und Fluglotsenstreiks, Vulkanasche oder Konjunkturabkühlung: „Es gibt kein Jahr mehr ohne Ausnahmesituationen.“

Anzeige

Also hat der Vorstandsvorsitzende der umsatzstärksten Fluggesellschaft der Welt für 2012 seine Strategiefachleute erst gar nicht mobil gemacht, als Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, vergangene Woche vor einer weltweiten Depression warnte.

Franz glaubt wie die Chefs vieler Branchen: Der exportgetriebene Aufholboom der vergangenen zwei Jahre ist beendet, Stagnation gilt manchem schon als ein positives Szenario.

Doch mit dieser Botschaft gehen die deutschen Unternehmen unterschiedlich um.

Denken in Szenarien ist gefragt

Droht der Abstieg?

Der Rückgang des Geschäftsklimaindex verdeutlicht die gestiegenen Konjunkturrisiken für die deutsche Wirtschaft.

Vor allem im Mittelstand, einem der Jobmotoren, gibt es Firmen, die schlecht präpariert in ein drohendes Konjunkturtal rutschen. „Wer sich in den vergangenen Jahren nur knapp retten und bisher keine neue Vorsorge treffen konnte, wird in der nächsten Krise existenzielle Schwierigkeiten bekommen“, befürchtet Andreas Schüren, Partner der Kölner Beratungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem.

Unternehmenslenker quer durch alle Branchen müssen sich auf Dauer umstellen. Volatilität, die Chiffre für heftige kurzfristige Auf- und Abbewegungen, ist das Wort der Stunde. Übliche Fünfjahrespläne werden zunehmend Makulatur, gefragt ist das Denken in Szenarien – vermeintlich Undenkbares eingeschlossen. „

Wir werden mit wachsender Unsicherheit leben müssen“, sagt Martin Sonnenschein, Zentraleuropa-Chef der Unternehmensberatung A.T. Kearney. „Die Konjunkturzyklen werden kürzer und Krisenmanagement zur Daueraufgabe.“

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%