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Logistik: Post setzt ein positives Ausrufezeichen

von Christian Schlesiger

Bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse überraschte Deutsche-Post-Chef Frank Appel mit starken Ergebnissen und positivem Ausblick.

Die Zentrale der Deutschen Post in Bonn. Quelle: dpa
Die Zentrale der Deutschen Post in Bonn. Quelle: dpa

Bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse überraschte Konzernchef Frank Appel mit starken Ergebnissen und positivem Ausblick.

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Eigentlich hatten Beobachter eher mit einer Absenkung der prognostizierten Ergebnisse gerechnet. Die weltweite Konjunktur ist wackelig, die Finanzkrise in Europa verunsichert Konsumenten und Unternehmen. Doch die Deutsche Post überraschte mit einem deutlich positiven Ausblick. Post-Chef Frank Appel erhöhte das operative Ergebnis-Ziel für 2011 von bisher 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro auf mehr als 2,4 Milliarden Euro.

Damit zeigt der Bonner Logistikkonzern sowohl im Inland als auch im Ausland Stärke. Getragen wurde das Wachstum quer durch alle Sparten. Das Paketgeschäft boomt, die DHL-Sparten profitieren von einem wachsenden Markt in China. In allen Sparten erwartet das Management nun, am Ende des Jahres das obere Limit der Prognosen zu erreichen.

Das Paketgeschäft der Post boomt und auch in Asien wächst das Unternehmen rasant. Doch der Wettbewerb hat zugenommen. Wir zeigen, wo die Post ihre Konkurrenten schlägt und in welchen Sparten sie unter Druck ist.

Text: Christian Schlesiger

Foto: dapd

Starker Wachstum

Die Deutsche Post überzeugte vor allem deshalb, weil der Konzern in einigen Bereichen besser abgeschnitten hat als die Konkurrenz. Das gilt insbesondere für die Sparte DHL Express: „In allen drei Quartalen dieses Jahres sind wir stärker gewachsen als unsere Wettbewerber“, sagte Vorstandschef Frank Appel anlässlich der Quartals-Pressekonferenz in Frankfurt. „Das hatten wir so noch nie in den vergangenen zehn Jahren.“

Der Umsatz im Expressbereich stieg im dritten Quartal um knapp acht Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Selbst das einst kriselnde US-Geschäft scheint wieder in Gang zu kommen: „Wir gehen auch davon aus, in den USA Marktanteile gewonnen zu haben“, sagte Appel. Im Asiengeschäft, der derzeit am stärksten wachsenden Region, liegt die Deutsche Post laut eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 36 Prozent weit vor Verfolger FedEx mit 21 Prozent. In Indien sei man mit der Entwicklung gar „begeistert“, so Appel.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 09.11.2011, 15:39 UhrAnonymer Benutzer: Max

    Kein Wunder, dass das Briefgeschäft brummt. Das Geschäftsmodell der Post ist einmalig: Vom Absender des Briefs wird kräftig Porto kassiert und dann wird die Post auf Lager genommen. Der Empfänger wartet ewig darauf und oftmals vergeblich. Millionen Postkunden in Deutschland erfahren täglich, dass der Service der Post noch niemals so miserabel war wie heute. Was waren das doch für schöne Zeiten, als man nach dem Briefträger der Bundespost die Uhr stellen konnte.

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