Luftfahrbranche: Wizz-Air-Kunden müssen keine Gepäckgebühren mehr zahlen

Luftfahrbranche: Wizz-Air-Kunden müssen keine Gepäckgebühren mehr zahlen

, aktualisiert 19. Juli 2017, 16:39 Uhr
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Die niedrigen Ölpreise lassen die Kassen bei Wizz Air klingeln. Deswegen will die ungarische Airline nicht mehr länger Gebühren auf das Handgepäck erheben.

Quelle:Handelsblatt Online

Wizz Air will Kunden beim Handgepäck nicht länger zur Kasse bitten. Damit folgt die ungarische Airline den Konkurrenten Ryanair und Easyjet. Begünstig wurde diese Entscheidung durch die anhaltend niedrigen Ölpreise.

Wizz-Air will seine Kunden beim Handgepäck nicht mehr länger zur Kasse bitten. Bei Flügen ab dem 29. Oktober 2017 entfällt die zusätzliche Gebühr für Koffer in Standardgröße, für die früher – abhängig vom Buchungszeitraum – zwischen zehn bis 35 Euro fällig waren. Außerdem erlaubt Wizz Air seinen Kunden die Mitnahme von bis zu 50 Prozent größeren Gepäckstücken.

„Wir gehen damit auf unsere Kunden zu“, erklärt Wizz-Air-Chef Jozsef Varadi gegenüber Bloomberg TV. „Die Gebühr auf das Handgepäck war eines der größten Kritikpunkte.“

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Europas größte Airline und Wizz-Air-Konkurrent Ryanair hat seinen Kunden bereits die Mitnahme zweier Koffer in die Flugzeug-Kabinen erlaubt. Einer der Koffer darf demnach bis zu zehn Kilogramm wiegen, das weitere Gepäckstück ist auf Handtaschengröße begrenzt. Kunden von Europas Nummer Zwei, Easyjet, dürfen wiederum ein Gepäckstück ins Flugzeug mitnehmen, die in den Staufächern oberhalb der Sitzplätze Platz finden und sofern sie eine sogenannte „Plus Card“ besitzen, einen weiteren Koffer ins Passagierabteil mitführen.

Wizz Air lockert seine Gepäckbestimmung nachdem der Gewinn der Airline im ersten Quartal des laufenden Jahres um 50 Prozent gestiegen ist. Wegen der deutlich höheren Einnahmen in den ersten drei Monaten des Jahres rechnet der Budapester Konzern bis Jahresende mit einem Gewinn in Höhe von 250 bis 270 Millionen Euro. „Das erste Quartal hat unsere Erwartungen übertroffen und wir sehen robuste Buchungszahlen in der laufenden Sommer-Saison“, sagt Varadi. „Die Luftfahrtbranche bewegt sich derzeit in einem günstigen makroökonomischen Umfeld, vor allem wegen der niedrigen Ölpreise, und ich gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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