Luftfahrt: Air France will Expansionspläne für Billigflieger aussetzen

Luftfahrt: Air France will Expansionspläne für Billigflieger aussetzen

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Air France knickt ein

Nach großem Widerstand ist die französische Fluggesellschaft Air France nun eingeknickt: Die Billigtochter Transavia wird vorerst nicht ausgebaut. Die Airline dementiert aber, dass sie die Pläne komplett aufgegeben habe.

Air-France hat die umstrittenen Expansionspläne für die Billigflugtochter Transavia entgegen anderslautender Regierungsangaben noch nicht endgültig begraben. Die Pläne würden zwar für neue Verhandlungen mit den streikenden Piloten ausgesetzt, seien aber noch nicht vom Tisch, teilte die französisch Fluggesellschaft am Mittwoch mit.

"Es gibt keine Änderung bei den Verhandlungen, die uns zu einer Erklärung veranlasst, dass das Transavia-Europe-Projekt zurückgezogen wurde", betonte ein Firmensprecher. Zuvor hatte Verkehrsminister Alain Vidalies erklärt, dass das Projekt nach anderthalb Wochen Piloten-Streik aufgegeben wurde. "Es wurde nicht für drei Monate ausgesetzt, es wurde vom Management zurückgezogen", sagte Vidalies dem Radiosender RMC.

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Bereits am Tag zuvor hatte die Fluggesellschaft ein Aus der umstrittenen Expansionspläne in Aussicht gestellt. Das Vorhaben solle zunächst bis Jahresende ausgesetzt werden, sagte der Chef der französisch-niederländischen Konzernmutter Air France-KLM, Alexandre de Juniac, dem Radiosender "France Inter" am Dienstag. Falls bis dahin keine Einigung erzielt werde, sei das Management verpflichtet, das Projekt abzubrechen.

Pilotenstreik in Frankreich Warum es Air France noch schlechter geht als der Lufthansa

Auch in Frankreich legen die Piloten den Dienst nieder. Und so sehr die anhaltenden Pilotenstreiks die Lufthansa hierzulande belasten: Beim Erzrivalen Air France sind die Probleme deutlich größer.

Im Vergleich zu den Streiks bei Air France ist die Lufthansa bei den letzten Streiks sehr gut davon gekommen Quelle: REUTERS

Der Druck auf den Konzernlenker ist groß: Die Piloten bestreiken die Airline bereits seit eineinhalb Wochen - zwei Drittel der Flüge sind ausgefallen. Die Arbeitsniederlegungen kosten das Unternehmen jeden Tag zehn bis 15 Millionen Euro. Bis zum Freitag sind noch Ausstände angekündigt. Es wäre der längste Streik in der Geschichte der nach der Lufthansa zweitgrößten europäischen Fluggesellschaft.

Die Gewerkschaften verlangen für die Piloten der Transavia dieselben Verträge wie bei Air France. Zudem befürchten sie, dass mit dem Ausbau der Sparte Arbeitsplätze ins Ausland verlagert sowie Kurz- und Mittelstrecken an das Tochter-Unternehmen übertragen werden. Air France will mit dem Transavia-Ausbau der wachsenden Billig-Konkurrenz von Ryanair, Easyjet und Co die Stirn bieten.

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