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Luftfahrtverband: Geliebte Luftfahrt- Subventionen

von Rüdiger Kiani-Kreß

Auf dem Jahrestreffen der Flugbranche an diesem Wochenende sind die Aussichten trübe. Die Industrie muss sich grundlegend ändern. Doch die Politik verhindert das. Und das ist vielen Airlines auch ganz recht so, und den Konsumenten am Ende auch.

WirtschaftsWoche zeigt einen Überblick über die Fluglinien mit den meisten Passagieren.

 

Heimat: Großbritannien / Spanien
Passagiere (2010): 57,3  Millionen
Umsatz (2010): 14,8 Milliarden Euro
Gewinn nach Steuern (2010): 225 Millionen Euro


International Airlines Group ist das Ende eines langen Trauerspiels. Unter diesem Namen firmiert British Airways (Foto) seit sie nach fast drei Jahren im Januar endlich die spanische Iberia schlucken konnte. Zuvor hatten die Briten fast zehn Jahre lang versucht, durch Schrumpfen und mehr Qualität für Geschäftsreisende den Attacken von Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet im Europaverkehr sowie Langstreckenflieger wie Lufthansa oder Emirates zu widerstehen. Das scheiterte zuerst an streikfreudigen Angestellten und dann am Verbot der Wettbewerbshüter für eine engere Kooperation mit American Airlines in der Oneworld Allianz.

Doch jetzt schein der Weg frei.

 

Texte:Rüdiger Kreß 

Foto: rtr

Wenn sich eine Branche durch schlechte Nachrichten die Laune nicht verderben lässt, dann sind es die Flieger. Doch wenn ab Sonntag in Peking die Jahrestagung des Weltluftfahrtverbandes Iata steigt, ist die Stimmung wahrscheinlich nicht nur in den offiziellen Teilen am Vormittag gedämpft. Auch beim Galaempfang in der Großen Halle des Volkes, den der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus sponsert, dürfte die Laune weniger gut sein als sonst unter den rund 230 Fluglinien, Flugzeugherstellern, Flughäfen und Leasingfirmen. Schließlich verbindet die Akteure die Erinnerung an viele solche Abende und gemeinsam durchlittene Krisen.

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Selbst Asiens Linien machen Pleite

Denn der Raum für die Branche ist im vergangenen Jahr wieder ein Stück enger geworden. Das teure Flugbenzin trieb die Fluglinien reihenweise in die Pleite. Allein in Europa hatten mehr als 20 Linien ihre letzte Landung. Doch kaum wird der Sprit billiger, droht die Konjunktur zu kippen. Und das gilt erstmals selbst für die Boom-Länder Asiens, wo die großen Fluglinien vor allem dank des Geschäftsreiseverkehrs noch einigermaßen Geld verdienten.

Politik mischt sich ein
In jeder anderen Branche würde daraufhin das Angebot sinken und die stärkeren Spieler würden ein paar schwächere schlucken. Das ginge solange, bis am Ende wie bei den Autoherstellern ein paar globale Riesen und einige lokale Anbieter übrig bleiben, die sich die permanenten Preiskämpfe auch leisten können. Doch das verwehrt der Flugbranche die Politik.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 12.06.2012, 08:54 UhrCPC

    Ich vermisse unter den aufgeführten Subventionen die Mehrwertsteuerbefreiung, von der innereuropäische Luftverkehr, einzig und allein unter den "innereuropäischen Dienstleitungen" noch profitiert, obwohl dies seit 20 Jahren gegen die europäischen Prinzipien und Verträge verstösst.
    Nichts anderes als eine enorme Subvention. Meine Abschätzung, bezogen auf Europa: Sechs Milliarden € pro Jahr. Zwei davon nur für die Briten, etwa 1,5 für die deutschen Airlines und ihre Kunden.

    CPC

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