Luftfracht-Kartell: BMW und Conti klagen gegen Lufthansa

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Neben BMW und Conti klagen auch Bosch, Kühne + Nagel und Panalpina gegen die Airline

von Christian Schlesiger

Der Autobauer BMW und der Zulieferer Continental haben sich der Milliardenklage der Deutschen Bahn gegen die Lufthansa angeschlossen.

BMW und Continental sowie Bosch und die Speditionen Kühne + Nagel und Panalpina und klagen gemeinsam gegen die Lufthansa um Schadensersatz von bis zu drei Milliarden Euro. Sie schließen sich damit der Klage der Deutschen Bahn an.
Die Cargo-Töchter der Lufthansa und anderer Airlines wie British Airways und Lan aus Chile hatten von 1999 bis 2006 die Zuschläge für Treibstoff und Sicherheit abgesprochen. Die Bahn schob den Mammutprozess im Dezember an. Über ihre neue Rechtstochter DB Barnsdale warb sie Unterstützer ein.

Milliardenklage gegen Lufthansa Die Bahn rächt sich am Cargo-Kartell

In einer Milliarden-Rekordklage verlangt die Deutsche Bahn Schadensersatz von Deutschlands größter Airline wegen unerlaubter Preisabsprachen. Interna zeigen, wie dreist das größte Komplott aller Zeiten vorging.

Deutsche Bahn verklagt Lufthansa Quelle: dpa Picture-Alliance

Der Vorgang ist einmalig in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Neben der Höhe der Schadensersatzforderungen ist auch die Konstellation der Kläger ungewöhnlich. Unter ihnen sind direkte Kunden der Airlines wie Speditionen, aber auch Endkunden, die ihre Waren über die Logistiker versenden. Das erschwert den Fluggesellschaften die Verteidigung, weil sie nicht argumentieren können, Speditionen wie DB Schenker und Kühne + Nagel hätten die erhöhten Preise weitergereicht.

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Andererseits könnte sich die Konstellation aber auch für die Lufthansa positiv auswirken. Die Bahn fordert im Namen ihrer Speditionstochter allein 1,76 Milliarden Euro Schadensersatz, fast zwei Mal so viel wie das Lufthansa-Jahresergebnis. Wenn die Bahn Endkunden wie BMW, Continental und Bosch in ihrer Klagegemeinschaft vereine, gebe sie indirekt zu, dass sie einen Teil der erhöhten Preise weitergegeben habe, heißt es aus dem Lufthansa-Umfeld.

Die Unternehmen stellen sich auf einen langen Prozess ein. Gespräche über eine außergerichtliche Einigung haben Bahn und Lufthansa nicht vereinbart. Andere Airlines wollen das Thema mit einem Vergleich offenbar schneller aus dem Weg räumen. „Den ersten Abschluss erwarten wir in Kürze“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn.

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