Lufthansa: Airline steigert Jahresgewinn und zahlt Dividende

Lufthansa: Airline steigert Jahresgewinn und zahlt Dividende

, aktualisiert 17. März 2016, 08:14 Uhr
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Absturz und Streik: Lufthansa legt Zahlen für Horror-Jahr 2015 vor.

Die Lufthansa hat Geschäftszahlen für das Jahr 2015 vorgelegt. Die Vorzeichen waren durch die mehrfach fortgesetzten Streiks sowie den vom Co-Piloten herbeigeführten Absturz einer Germanwings-Maschine eher negativ.

Die Lufthansa zahlt dank niedriger Spritpreise und steigender Passagierzahlen den Aktionären wieder eine Dividende. Für das Jahr 2015 werde eine Gewinnbeteiligung von 50 Cent je Titel gezahlt, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Für 2014 hatte der Konzern die Ausschüttung wegen hoher Verluste gestrichen. "Wirtschaftlich war 2015 ein gutes Jahr", sagte Vorstandschef Carsten Spohr.

Bei einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 32 Milliarden Euro stieg das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebit) um 55 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Nach Aussagen des Vorstands sollen die Geschäfte auch weiter gut laufen: In diesem Jahr werde das bereinigte Ebit den Vorjahreswert leicht übersteigen. Rückenwind erhält die größte Airline-Gruppe Europas durch die niedrigeren Ölpreise.

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Die Ausgaben für Flugzeugsprit dürften sich deshalb in diesem Jahr nur noch auf 4,8 Milliarden Euro summieren - 100 Millionen Euro weniger als noch zu Jahresanfang erwartet. 2015 lag die Tankrechung bei 5,8 Milliarden Euro.

Aufträge von Airbus und Boeing im Vergleich

  • 2015

    Airbus: 1.139     

    Boeing: 878

    Anzahl der bei Airbus und Boeing bestellten Flugzeuge bis 2015 (Bruttobestellungen)

    Quelle: Statista

  • 2014

    Airbus: 1.796      

    Boeing: 1.550

  • 2012

    Airbus: 914          

    Boeing: 1.339

  • 2010

    Airbus: 644          

    Boeing: 625

  • 2008

    Airbus: 900          

    Boeing: 600

  • 2006

    Airbus: 824          

    Boeing: 1.007

Das abgelaufene Jahr war hart für die Lufthansa. Im März lenkte der Copilot eine Maschine der Tochter Germanwings in einen Berg - alle 150 Menschen an Bord kamen ums Leben. Zudem legten Flugbegleiter und Piloten wegen Tarifstreitigkeiten mehrmals die Arbeit nieder. Derzeit herrscht an den Fronten aber Ruhe: Mit den Gewerkschaften wird seit Monaten hinter verschlossenen Türen verhandelt.

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Trotz der Streiks hat die Lufthansa im vergangenen Jahr so viele Passagiere befördert wie noch nie. Die Zahl der Fluggäste kletterte konzernweit um 1,6 Prozent auf 107,7 Millionen. Zur Lufthansa gehören auch die Fluglinien Swiss, Austrian Airlines und ein Teil von Brussels Airlines. Bei letzterer prüfe die Lufthansa derzeit die weiteren Optionen, sagte Finanzchefin Simone Menne. Die Entscheidung solle bis Mitte des Sommers fallen.

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