Lufthansa: Fernflüge starten trotz Pilotenstreik

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Lufthansa: Fernflüge starten trotz Pilotenstreik

, aktualisiert 15. September 2014, 18:24 Uhr
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Trotz der Streikdrohung ihrer Piloten will die Lufthansa sämtliche Langstreckenflüge ab Frankfurt in die Luft bringen.

Trotz des Pilotenstreiks bei der Lufthansa am Dienstag sollen alle Maschinen starten. Am Steuer sitzen freiwillige Piloten und solche aus dem Management.

Trotz der erneuten Streikdrohung ihrer Piloten will die Lufthansa am Dienstag sämtliche Langstreckenflüge ab Frankfurt in die Luft bringen und Passagieren das Schlimmste ersparen. Es ist geplant, dass alle 40 Flieger starten, wie die Fluggesellschaft am Montag mitteilte. Der Streik werde lediglich zu Verspätungen bei 24 Interkontinental-Verbindungen führen, sie aber nicht ausfallen lassen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte zuvor die fünfte Streikwelle zwischen 9.00 und 17.00 Uhr am Dienstag angekündigt.

Lufthansa hatte bereits an vorangegangenen Streiktagen Management-Piloten und Freiwillige in ungenannter Zahl eingesetzt. Ausfälle im Überseeverkehr sind wegen der nachlaufenden Flugausfälle besonders schmerzhaft für eine Airline. Lufthansa rief betroffene Fluggäste dazu auf, sich über die veränderten Zeiten zu informieren, und kündigte an, registrierte Kunden per SMS und E-Mail zu informieren.

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Der Streik treffe Lufthansa aber auch ohne Flugausfälle hart genug, meinte VC-Sprecher Markus Wahl. Es sei im Prinzip abzusehen gewesen, dass die Fluggesellschaft die vom Ausfall bedrohten Langstreckenflügen mit einem erheblichen Dispositionsaufwand darstellen könne. Die nun im Einsatz befindlichen Managementpiloten würden ja eigentlich in anderen Funktionen gebraucht. „Unser Streik kreiert bei Lufthansa schon genug Chaos.“ Für künftige Runden stünden der VC noch weitere Mittel zur Verschärfung des Arbeitskampfes zur Verfügung wie der Verzicht auf Ankündigung, Befristung oder Beschränkungen auf eine Teilflotte. Der Rückhalt sei weiterhin stark.

Hintergrund des festgefahrenen Tarifkonflikts ist der Streit um die Übergangsversorgung der Piloten bei der Lufthansa. Die Fluggesellschaft hatte zuvor scharf auf die neuerliche Streikdrohung der VC reagiert. Es sei ungeheuerlich, dass die Gewerkschaft die für Montag angekündigten Konkretisierungen des Unternehmens zu seinem Verhandlungsangebot nicht abgewartet habe, erklärte ein Sprecher in Frankfurt. „Die VC hat jegliches Maß verloren. Ihr Ziel ist eindeutig der Fluggast.“

VC-Sprecher Jörg Handwerg wies den Vorwurf zurück. „Konkretisierung heißt doch im Klartext „Ihr habt es noch nicht richtig verstanden“. Wir haben aber sehr wohl verstanden, was Lufthansa von uns will.“ Die Pilotenschaft sei nicht bereit, ihre Übergangsversorgung der Dividendenpolitik des Unternehmens zu opfern. Es handele sich bei den angekündigten Details um den Versuch des Managements, die Öffentlichkeit gegen die Piloten aufzubringen und einen Keil in die Belegschaft zu treiben, sagte Handwerg. Lösungen würden aber nicht in der Öffentlichkeit, sondern am Verhandlungstisch gefunden.

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