Lufthansa: Flugbegleitergewerkschaft UFO droht mit Streik in Ferienzeit

Lufthansa: Flugbegleitergewerkschaft UFO droht mit Streik in Ferienzeit

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Noch im Juni könnte es bei der Lufthansa zu neuen Streiks kommen.

Überraschende Kehrtwende im Tarifstreit mit der Lufthansa: Die Gewerkschaft UFO ist mit ihrer Geduld am Ende und droht mit Ausständen noch im Juni.

Die Gewerkschaft UFO droht mit Streiks bei Lufthansa noch im Juni. Wie die Interessenvertretung der Flugbegleiter gerade mitteilte, könnten die ersten Ausstände bereits nach dem 24. Juni beginnen und die Lufthansa in der Hauptreisezeit lahmlegen. Damit vollzieht UFO eine überraschende Kehrtwende.

Bislang lobte selbst Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Vertretung, weil sie gerade im Vergleich zur Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kompromissbereiter erschien. Sie stieg früh in Verhandlungen über die Umsetzung des aktuellen Sparprogramms ein, akzeptierte eine Schlichtung und verkündete einen Verzicht auf Streiks.

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Lufthansa Flugbegleiter drohen mit Streik

Der Lufthansa könnten bald neue Streiks ins Haus stehen. Nach den Piloten drohen nun die Flugbegleiter mit Arbeitsniederlegungen.

Eine rote Ampel vor dem Lufthansa-Logo Quelle: dpa

Nun scheint die Geduld der Gewerkschafter am Ende. Aus Sicht der UFO wird die Schlichtung ergebnislos bleiben, weil die Lufthansa auch neun Tage nach dem Ende der Verhandlungen keinen Willen zur Annäherung erkennen ließ. Dazu hat das Unternehmen laut UFO „eine Zusatzforderung aufgestellt, welche die Versorgung in Summe für alle Mitarbeiter kürzen und die Einkommen und Arbeitsbedingungen für das Kabinenpersonal weiter drastisch absenken soll.“ Dazu seien die „von der Lufthansa in Vorverträgen schriftlich gemachten Leistungszusagen...nicht eingehalten“ worden, erklärte UFO-Chef Nicoley Baublies.

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Noch will UFO mit ihrer Drohung offenbar vor allem Druck auf die Lufthansa ausüben, um die Streiks noch abzuwenden. UFO werde „ernsthafte Gespräche zur Gesamtsituation einfordern und steht dafür jederzeit zur Verfügung“, so Baublies. Solle sich jedoch nach Verkündigung der Schlichtungsempfehlung und dem Ende der Erklärungsfrist am 24. Juni „keine drastische Gesamtveränderung einstellen, geht die Gewerkschaft davon aus, dass danach Arbeitskämpfe in der Kabine notwendig sind“, schloss Baublies.

Inzwischen hat die Lufthansa erklärt, sie halte das Vorgehen der Gewerkschaft für „nicht nachvollziehbar.“ Die Fluglinie wolle die Gespräche fortsetzen und im Rahmen der Schlichtung eine gemeinsame Lösung erreichen. Sie hat zudem ein neues Angebot vorgelegt. Es enthält laut einer Pressemitteilung unter anderem das Angebot, drei Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Auch Verbesserungen für rentennahe Jahrgänge seien geplant.

Die Gewerkschaft UFO verhandelt seit April 2014 mit der Lufthansa. Im Rahmen des Pakets mit dem Namen "Agenda Kabine" geht es um eine Lohnforderung von acht Prozent für zwei Jahre und eine Übergangsversorgung für Mitarbeiter, die vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in Ruhestand gehen müssen.

Daneben verhandelt Lufthansa noch mit der Vereinigung Cockpit. Nach gut einem Dutzend Streiks im vergangenen Jahr sind die Ausstände vorerst bis Ende Juli ausgesetzt.

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