Lufthansa: Nach Ostern drohen neue Pilotenstreiks

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Lufthansa: Nach Ostern drohen neue Pilotenstreiks

Nach dem Lufthansa-Pilotenstreik herrscht wieder regulärer Flugbetrieb. Aber eine Einigung steht noch aus, nach den Osterferien drohen neue Streiks. Der Druck auf die Pilotenvereinigung nimmt zu.

Durchatmen bei der Lufthansa: Der größte deutsche Airport sei zu einem geregelten Flugbetrieb zurückgekehrt, erklärte der Flughafenbetreiber Fraport. Der Samstag habe zwar mit einem erhöhten Passagieraufkommen wie beim Start in die Ferien begonnen, der Flughafen sei jedoch darauf vorbereitet gewesen. Mit den planmäßig einsetzenden Flügen der Lufthansa sei der Betrieb reibungslos angelaufen. "Wir haben uns heute insgesamt 1800 Flüge vorgenommen und es sieht sehr danach aus, dass das auch alles pünktlich und in der gewohnten Zuverlässigkeit stattfinden wird", teilte ein Lufthansa-Sprecher mit. In der neuen Woche werden für die Passagiere dann keine Effekte des Streiks mehr spürbar sein.

Allerdings ist der Tarifkonflikt damit längst noch nicht vom Tisch. Die Luftverkehrswirtschaft hofft auf eine baldige Lösung im Tarifstreit bei der Lufthansa. „Ein Arbeitskampf wie dieser schadet nicht nur der deutschen Luftfahrt, sondern dem gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, der „Passauer Neuen Presse“. Mehrere tausend Tonnen eiliger Fracht seien liegen geblieben. Geschäfte, Taxis, Mietwagenfirmen hätten hohe Einbußen in Kauf nehmen müssen, „nur weil gut 5000 Piloten streiken“. Neben den materiellen Einbußen für Airline, Flughäfen und Anbieter geschäftlicher Leistungen rund ums Fliegen gebe es einen massiven Imageschaden. Von dem dreitägigen Streik waren insgesamt 425.000 Lufthansa-Passagiere betroffen, die Airline strich 3800 Flüge. Am dritten Streiktag fielen allein am Drehkreuz in Frankfurt gut 700 Verbindungen der Lufthansa aus. Die Ergebniseinbußen für die Lufthansa beliefen sich auf 35 bis 75 Millionen Euro.
Kein neues Angebot der Lufthansa

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Das große Drehkreuz der Lufthansa in Frankfurt hatte besonders unter dem Ausstand der Piloten gelitten. Deren Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat den Passagieren in Aussicht gestellt, sie werde über die Osterfeiertage nicht streiken. Danach allerdings könnte es zu erneuten Arbeitsniederlegungen kommen, denn die Lufthansa kommt ihren Cockpit-Angestellten auch nach dem längsten Streik in der Unternehmensgeschichte nicht entgegen. Die Airline werde den Flugzeugführern nicht wie gefordert ein neues Tarifangebot vorlegen, sagte Lufthansa-Manager Kay Kratky am Freitag. "Die derzeitige Offerte ist ausreichend."

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Die Gewerkschaft hat eine substanziell neue Tarif-Offerte zur Bedingung für Gespräche mit der Lufthansa-Spitze gemacht. Cockpit fordert für die 5400 Piloten mehr Geld und vor allem die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente. Die Lufthansa hingegen will die Frührente neu regeln, da die derzeitige Finanzierung allein durch den Konzern langfristig ruinös sei.

Siegloch begrüßte die Ankündigung von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), die Macht von Spartengewerkschaften gesetzlich zu beschränken. Das Streikrecht stelle niemand infrage, aber: „Wenn die Luftfahrt beinahe im Wochenrhythmus mal von Verdi, mal drei Tage hintereinander von Piloten bestreikt wird, dann hat das mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel nichts mehr zu tun.“

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