Lufthansa: Piloten stimmen für Streik

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Lufthansa: Piloten stimmen für Streik

, aktualisiert 21. März 2014, 12:25 Uhr
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Die Lufthansa-Piloten wollen streiken.

Passagiere der Lufthansa müssen sich schon wieder auf Streiks gefasst machen. In einer Urabstimmung haben die Piloten sich für einen Streik ausgesprochen. Ein konkreter Termin wurde noch nicht genannt.

Kunden der Lufthansa müssen sich in den kommenden Wochen auf Streiks einrichten. In zwei getrennten Urabstimmungen sprachen sich jeweils sehr große Mehrheiten der Piloten für einen Arbeitskampf aus, wie die Gewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ (VC) am Freitag in Frankfurt berichtete. Einen genauen Termin nannte die Pilotengewerkschaft zunächst nicht. Lufthansa müsse sich ab sofort auf Arbeitskampfmaßnahmen einrichten, sagte VC-Tarifexpertin Ilona Ritter. Man werde jeden Streik mindestens 48 Stunden vorher ankündigen, um den Kunden Gelegenheit zum Umplanen zu geben.

„Unser Wille ist es, die Osterferien nicht zu bestreiken“, sagte der Chef der Tarifkommission, Thomas von Sturm. Das könne sich aber im Fall einer aggressiven Reaktion der Lufthansa ändern. „Termine kann man verschieben, Ferien nicht“, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg.

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Dem Unternehmen will die Gewerkschaft eine letzte Chance auf eine Reaktion einräumen. „Die muss unverzüglich erfolgen“, warnte Sturm. Eine Stellungnahme der Lufthansa lag zunächst noch nicht vor.

Betroffen von Streiks wären die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. In dem verzwickten Tarifkonflikt geht es nicht nur um die nächste Gehaltserhöhung, sondern auch um Betriebsrenten und Übergangsregelungen, wenn Piloten vor dem Erreichen der Rentengrenze von 65 Jahren aufhören wollen. Dafür waren zwei getrennte Urabstimmungen abgehalten worden.

In der seit sechs Wochen laufenden Urabstimmung zur Vergütung hatten 97,2 Prozent der rund 5400 Piloten für den Arbeitskampf gestimmt, berichtete die Gewerkschaft. Die Tarifverhandlungen laufen bereits seit rund zwei Jahren ergebnislos. Zum Jahresende 2013 waren sie noch komplizierter geworden, weil die Lufthansa einseitig Verpflichtungen zu Betriebsrenten sowie zur Übergangsversorgung für Piloten und Flugbegleiter gekündigt hatte. In der Urabstimmung zur Übergangsversorgung stimmten sogar 99,1 Prozent der Piloten für einen Arbeitskampf.

Als Reaktion auf die Streikdrohung der Vereinigung Cockpit (VC) hat die Lufthansa ihre Piloten aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dort könne man gemeinsam Lösungen erarbeiten, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in Frankfurt. Lufthansa sei weiterhin bereit, dem fliegenden Personal - also Piloten und Flugbegleitern - ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben zu ermöglichen. Das müsse aber für neue Mitarbeiter unter anderen Voraussetzungen als bislang organisiert werden.

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