Lufthansa-Streik: Flugbegleiter wollen doch wieder verhandeln

Lufthansa-Streik: Flugbegleiter wollen doch wieder verhandeln

, aktualisiert 24. Juni 2015, 11:21 Uhr
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Drohende Streiks bei der Lufthansa: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo will doch wieder verhandeln.

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo will zurück an den Verhandlungstisch. Das gibt Hoffnung, dass Streiks bei der Lufthansa noch abgewendet werden können. Zuvor hatten die Flugbegleiter mit Streiks in den Ferien gedroht.

Bei der Lufthansa gibt es noch Hoffnung, den für die kommende Woche angekündigten Streik der Flugbegleiter abzuwenden. Bei einem Sondierungsgespräch am Mittwoch habe man über mögliche Themen und Teilnehmer einer erneuten Verhandlungsrunde gesprochen, berichtete der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, hinterher. Man habe sich „ergebnisoffen“ getrennt und zunächst keinen Termin vereinbart. Die Flugbegleiter wollen nach der gescheiterten Schlichtung am 1. Juli erstmals für auskömmliche Betriebs- und Übergangsrenten streiken und dann den Arbeitskampf tageweise bis in den September fortführen.

Vom Lufthansa-Vorstand nahmen Personalchefin Bettina Volkens und der Passage-Chef Karl Ulrich Garnadt an der Sondierung teil. Nun werde eine erneute Verhandlungsrunde vorbereitet und Ufo dazu Termine vorgeschlagen, sagte ein Unternehmenssprecher. Details könne er noch nicht nennen.

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Die wichtigsten Kennzahlen der Lufthansa

  • Umsatz

    2015: 32,1 Mrd Euro

    2014: 30,011 Mrd Euro
    2013: 30,027 Mrd Euro

    Quelle: Lufthansa

  • Operatives Ergebnis

    2015: 1,8 Mrd Euro

    2014: 954 Mio Euro
    2013: 699 Mio Euro

  • Konzernergebnis (IFRS)

    2015: 1,69 Mrd. Euro

    2014: 55 Mio Euro
    2013: 313 Mio Euro

  • Fluggäste

    2015: 107 Mio

    2014: 106 Mio
    2013: 104,6 Mio

  • Marge

    Vergleichbare operative Marge:

    2015: 5,2 %

    2014: 3,7 %

    2013: 3,0 %

  • Mitarbeiter

    2015: 119.559

    2014: 118.973
    2013: 117.414

Ufo verlangt wegen der angeblichen „Vertrauenskrise“ im Unternehmen ein klärendes Gespräch mit dem gesamten Vorstand mit Carsten Spohr an der Spitze. Außerdem soll Lufthansa verbindlich erklären, dass die zum Jahresende 2013 gekündigten Tarifverträge zu den Renten bis zu einer Neuregelung nachwirken und damit vorerst gültig bleiben.

Auch das materielle Angebot zum Arbeitgeberanteil müsse deutlich erhöht werden, um bei einem realistischen Zinssatz vergleichbare Leistungen wie nach dem bisherigen System zu erreichen, betonte Baublies. Ufo hat - anders als die Pilotengewerkschaft Cockpit - grundsätzlich einem Systemwechsel bei den Renten zugestimmt, nach dem Lufthansa nur noch feste Beiträge zahlen und nicht mehr wie bislang für eine bestimmte Rentenhöhe inklusive einer Rendite garantieren müsste. Die geringen Zinssätze am Kapitalmarkt haben die bilanzwirksamen Pensionsrückstellungen des Dax-Konzerns in Milliardenhöhe aufgebläht.

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