Lufthansa-Streik: Tarifkonflikt mit Schlichterspruch beigelegt

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Lufthansa-Streik: Tarifkonflikt mit Schlichterspruch beigelegt

Der Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Kabinengewerkschaft Ufo ist beigelegt. Die Gewerkschaft muss sich das Ergebnis allerdings noch per Urabstimmung bestätigen lassen.

Nach einem langen und harten Arbeitskampf hat die Lufthansa einen neuen Tarifvertrag mit ihren Flugbegleitern geschlossen. Das Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo stimmten dem Schlichterspruch des ehemaligen Wirtschaftsweisen Bert Rürup zu, der seit September den Konflikt schlichtet. Zuvor hatten die Flugbegleiter die Airline schon dreimal bestreikt. Erneute Streiks sind noch nicht vom Tisch, denn die Ufo-Mitglieder müssen den Schlichterspruch in einer Urabstimmung noch annehmen. 50 Prozent von ihnen müssen bis zum 10. Dezember zustimmen.

Die Flugbegleiter erhalten neben einer Einmalzahlung von 320 Euro in Summe Gehaltssteigerungen von knapp vier Prozent. Überproportional profitieren kurzfristig Beschäftigte, weil die Eingangsstufen abgeschafft werden. Zusätzlich gibt es einen Kündigungsschutz bis Ende 2014 und Bestandsschutz für Kollegen, die zur Billigtochter Germanwings wechseln müssen. "Das ist gerade in Zeiten, wo in anderen Teilen des Konzerns Arbeitsplätze abgebaut werden, sehr wichtig" sagte Nicoley Baublies, Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo.

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Quelle: dpa

Die Stewardessen erhalten außerdem ab Januar 2013 eine Lohnerhöhung von 3,95 Prozent für zwei Jahre. Die Lufthansa hält den Abschluss für teuer erkauft. "Der Kompromiss ist für die Lufthansa sehr schmerzhaft", sagte Lufthansa-Passagevorstand Peter Gerber. Die Mehrkosten beliefen sich für den Konzern brutto auf 33 Millionen Euro - allein für den Streik im Spätsommer.

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Ein Zustimmung der Flugbegleiter zum Deal wird allerdings nicht einfach, denn die Stimmung ist gereizt. Der strikte Sparkurs, den die Airline verfolgt, wurde zuletzt sogar noch verschärft. Die Airline will einen Teil ihres Europaverkehrs von der Billigtochter Germanwings erledigen lassen. Dort verdienen die Bordkräfte weniger als beim Mutterkonzern. Außerdem werden wegen der Kürzung der Flugkapazitäten noch 2000 Flugbegleiter weniger gebraucht.

Die Gewerkschaft hatte Gehaltserhöhungen von fünf Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten gefordert. Dagegen hatte die Lufthansa eine Erhöhung um 3,5 Prozent über drei Jahre angeboten.


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