Luxus, Preiskämpfe und Pleiten: Was die Flugbranche im Jahr 2015 bewegt

ThemaLuftfahrt

Luxus, Preiskämpfe und Pleiten: Was die Flugbranche im Jahr 2015 bewegt

von Rüdiger Kiani-Kreß

Benzin wird billiger, die Flugtickets ebenfalls - und selbst in der Economy-Klasse gibt es mehr Komfort: Für Fluggäste hat 2015 positive Überraschungen zu bieten. Doch einige Fluglinien kämpfen ums Überleben.

Vorhersagen scheuen Flugexperten noch ein wenig mehr als ihre Kollegen aus anderen Branchen. Denn in kaum einer Industrie können selbst scheinbar branchenfremde Einflüsse die Dinge binnen kurzer Zeit ins Gegenteil verkehren.

Das zeigen nicht zuletzt die vergangenen Wochen: die Auslieferung des neuen Airbus-Vorzeigemodells A350 verzögerte sich um Wochen, die Piloten der Lufthansa streiken trotz Annäherung wohl auch in diesem Jahr, der in Sicherheitsdingen als vorbildlich geltende Billigflieger Air Asia aus Malaysia muss seinen ersten Absturz beklagen und die sinkenden Ölpreise machen gerade den vorsichtigen Airlines das Leben schwer.

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Das bietet die Premium-Economy-Klasse bei verschiedenen Fluglinien

  • Standard Economy bei Air Berlin

    Sitzabstand: 74-76 cm
    Sitzbreite: 43-45 cm
    Sitzneigung¹: k.A.
    Weitere Extras: Standardauswahl
    Gepäck: Ein Stück à 23 kg

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Standard Economy bei Lufthansa

    Sitzabstand: 76-81 cm
    Sitzbreite: 445 cm
    Sitzneigung¹: k.A.
    Weitere Extras: Standardauswahl
    Gepäck: Ein Stück à 23 kg

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Standard Economy bei Germanwings

    Sitzabstand: 76 cm
    Sitzbreite: 46 cm
    Sitzneigung¹: k.A.
    Weitere Extras: Standardauswahl
    Gepäck: Ein Stück à 23 kg²

    ¹180 Grad = waagerecht
    ² Ab Smart-Tarif

  • Premium Economy bei Air France

    Sitzabstand: 89-92 cm
    Sitzbreite: 44 cm
    Sitzneigung¹: 123 Grad
    Weitere Extras: Steckdose am Sitz, abgetrennter Kabinenbereich, Fußstütze/Beinablage, flexible Kopfstützen, individuelles Unterhaltungsprogramm
    Gepäck: erhöhtes Freigepäck

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Premium Economy bei British Airways

    Sitzabstand: 96 cm
    Sitzbreite: 47 cm
    Sitzneigung¹: 110 Grad
    Weitere Extras: Steckdose am Sitz, flexible Kopfstützen, individuelles Unterhaltungsprogramm
    Gepäck: erhöhtes Freigepäck

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Premium Economy bei Germanwings

    Sitzabstand: 81 cm
    Sitzbreite: 46 cm
    Sitzneigung¹: k.A.
    Weitere Extras: freier Nebensitz, reserviertes Gepäckfach, freie Speisenwahl, z.T. Loungezugang
    Gepäck: doppeltes Freigepäck

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Premium Economy bei KLM

    Sitzabstand: 84 cm
    Sitzbreite: 45 cm
    Sitzneigung¹: 120-126 Grad
    Weitere Extras: Kabinenbereich vor Economyplätzen
    Gepäck: Standard

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Premium Economy bei SAS

    Sitzabstand: 96 cm
    Sitzbreite: 47 cm
    Sitzneigung¹: 112 Grad
    Weitere Extras: Steckdose am Sitz, eigener Kabinenbereich, flexible Kopfstützen, individuelles Unterhaltungsprogramm, Mehrgang-Menü, Business-Check-in
    Gepäck: Standard

    ¹180 Grad = waagerecht

  • Premium Economy bei der Lufthansa (ab Ende 2014)

    Sitzabstand: 97 cm
    Sitzbreite: 48 cm
    Sitzneigung¹: 130 Grad
    Weitere Extras: Steckdose am Sitz, Mittelarmlehne, Fußstützen/Beinablage, flexible Kopfstützen, individuelles Unterhaltungsprogramm, Menüwahl
    Gepäck: doppeltes Freigepäck

    ¹180 Grad = waagerecht

    Quelle: Fluggesellschaften, seatguru.com, seatpith.com, airlinetest.com, vornesitzen.de

Damit ist zunächst vor allem eines sicher: Auch das kommende Jahr bringt eine Reihe grundlegender, unerwarteter Veränderungen – aber sicher auch jede Menge erwartete. Niedrigere Preise, mehr Service und neue Flugzeugmodelle – die leider trotz aller positiver Effekte ihre Schattenseiten haben. Dazu kommen dramatische Überlebenskämpfe sowie neue Regulierungen.

1. Sinkende Preise

Die für Passagiere sicher angenehmste Änderung sind – zumindest vorläufig – keine steigenden, oft sogar sinkende Preise. Dafür sorgen zunächst die niedrigeren Ölpreise. Dadurch spart ein Billigflieger wie Ryanair im Vergleich zum Jahreswechsel 2013/14 fast 20 Prozent seiner Gesamtkosten.

Weil die Discounter ansonsten extrem schlank arbeiten, fließen bei einem Ölpreis von mehr als 1000 Dollar pro Tonne fast 40 Prozent aller Ausgaben in den Sprit. Bei den gegenwärtig knapp 600 Dollar ist es nur noch gut ein Fünftel.

Ganz anders ergeht es einer etablierten Linie wie der Lufthansa. Zwar halbiert sich auch deren Tankrechnung. Doch wegen ihrer vergleichsweise üppigen Verwaltung und höherer Arbeitskosten sinkt der Anteil der Kerosinkosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger - von rund 25 Prozent der Ausgaben auf bestenfalls 13 Prozent.

Und oft nicht mal das: Lufthansa & Co schützen sich in deutlich größerem Umfang als Easyjet & Co vor überraschend steigenden Ölpreisen durch umfangreiche Sicherungsgeschäfte. Und so gut die bei Preisexplosionen die Konzernkasse schonen - bei überraschend fallenden Preisen kosten sie erstmal Geld.

„Finanziell klamme oder risikobereitere Airlines, die aufgrund knapper Kasse keine Treibstoffsicherung betreiben konnten oder wollten, profitieren am meisten“, sagt Luftfahrt-Experte Gerd Pontius. Mit anderen Worten: der Kostenvorsprung der Billiglinien wächst weiter.

Das nutzen diese nach Kräften, entweder zu Preisattacken oder zu Investitionen in neue Flugzeuge und Strecken, die sich bei den alten Ölpreisen nicht rentiert hätten. Zwar sind sich alle Experten einig, dass die Ölpreise wieder steigen werden. Doch das könnte bis weit in die zweite Jahreshälfte 2015 oder gar ins Jahr 2016 dauern.

2. Mehr Service

Wer seit Jahren bevorzugt Rabatt-Tickets bucht, glaubt dem Werbeversprechen eines besseren Service schon lange nicht mehr. Zu Unrecht.

Denn auch wenn es an Bord hinten im Economy-Bereich nicht mehr Platz für die Knie gibt und nach wie vor vieles Extra kostet, wird Fliegen im nächsten Jahr für viele Passagiere angenehmer und zumindest kurzweiliger. Allen voran Golf-Airlines wie Etihad und Qatar Airways bieten mit ihren neuen Holzklasse-Sitzen mehr Komfort denn je.

Dazu offerieren künftig mehr Fluglinien wie Emirates, Norwegian, Vueling aus Spanien oder auch Air Berlin an Bord kostenloses Internet – wenn auch nur mit eher geringer Bandbreite.

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