Cabify-Chef Mariano Silverya: Besser sein als Uber

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InterviewMariano Silverya: Cabify will das bessere Uber werden

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Mariano Silverya, seit einem Jahr führt er die Geschäfte von Cabfiy in Madrid. Der gelernte Raumfahrt-Ingenieur hat vorher beim Software-Entwickler Globant gearbeitet. Silverya ist gebürtiger Argentinier.

Cabify will sich als unabhängiger Taxidienstleister in Spanien durchsetzen. Das Umsatzwachstum gibt den Ideen von Cabify-Chef Mariano Silverya Recht.

WirtschaftsWoche Online: Zunächst mal das Wichtigste: Wann können wir Cabify in Deutschland nutzen?

Mariano Silverya: Es gibt keine konkreten Pläne für Deutschland, aber wir analysieren konstant die weiteren Expansionsmöglichkeiten. 

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Haben Sie Angst vor Nordeuropa?
Nein, es hat mit Vorsicht zu tun, weil die gesetzlichen Bedingungen in Europa kompliziert sind für unseren Sektor. Wir wollen nirgendwo illegal anfangen. Das ist auch ein Grund, warum wir direkt nach Lateinamerika gegangen sind. In Europa sterben viele Start-ups, weil es zu viele Beschränkungen gibt, wenn man neue Wege gehen will.

Funktioniert Cabify in allen Märkten gleich?
Wir sehen uns vor allem als technologische Mobilitäts-Plattform, die funktioniert natürlich via Applikation gleich in allen Ländern. Auch das Geschäftsmodell variiert nicht. Wir versuchen, bevor wir in einen neuen Markt eindringen, die legale Lage komplett zu analysieren und arbeiten eng mit den zuständigen Behörden zusammen.  

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Wie wählt ihr das Personal aus? In einigen Ländern wie Mexiko dürfte das nicht einfach sein.
Sicherheit ist für uns Teil des Services. Die Fahrzeuge sind gut ausgewählt, das Personal muss Tests machen und ein einwandfreies Polizeizeugnis vorlegen. Außerdem schließen wir auch zusätzliche Versicherungen ab, um den Kunden zu schützen. Außerdem bilden wir die Fahrer aus, sie müssen auch regelmäßige gesundheitliche Checks absolvieren, damit die Sicherheit der Gäste gesichert ist. Da die Kunden nach jeder Fahrt ihr Feedback geben können, sichern wir uns auch ab, dass eine bestimmte Qualität eingehalten wird.

Wie kann ein Unternehmen in einem so feindlichen Umfeld wachsen?
Wir sind in einen sehr traditionellen Sektor sozusagen eingebrochen. Aber wir sind offen für den Dialog, mit den Taxifahrern und auch mit den Behörden. Wir sehen die bestehenden Hürden aber als Herausforderung. Unser Wachstum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: In einem Jahr haben wir unsere Belegschaft von 150 auf 1800 Mitarbeiter weltweit aufgestockt. In diesem Jahr werden wir den Umsatz um 600 Prozent steigern können.

Gibt es schon Überläufe von den traditionellen Fahrern zu Cabify?
Ja, einige. Ich denke es liegt auch daran, dass wir bessere Bedingungen bieten. Was vor allem geschätzt wird, dass unsere Kunden über ein telematische System kommen. Wenn du keinen Anruf bekommst, dann bleibst du zuhause. Man kann sich die Zeit besser einteilen und muss keine Fahrgäste von der Straße aufgabeln.  

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Man hört aber, dass die Cabify-Fahrer nicht so zufrieden sind mit den Konditionen?
Wir garantieren Einnahmen zwischen 1000 und 2000 Euro im Monat, das kommt natürlich auf das Land und Standort an. Wir sind dabei, einen Tarifvertrag zu entwerfen, den alle, die bei uns arbeiten, unterschreiben müssen. Damit wollen wir auch erreichen, dass die Fahrer ihren Job bei Cabify als eine langfristige Verbindung und nicht als einen Gelegenheitsjob sehen.  Aber mit der aktuellen Gesetzgebung ist das nicht so einfach.

Warum habt Ihr das Unternehmen in Spanien gegründet?
Aus Unternehmersicht ist Spanien kein besonders offenes Land. Wir haben das Unternehmen zwar hier gegründet, sind dann aber 2012 schon nach Lateinamerika expandiert, wo jetzt hauptsächlich unser Umsatz herkommt. Ohne diese Flucht nach vorne hätten wir kein Geld gehabt, um Cabify technologisch weiter zu entwickeln. Jetzt, wo wir das notwendige Kleingeld haben, konzentrieren wir uns wieder mehr auf Spanien und Europa.  

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