Medien: Burda greift MediaMarkt und Saturn an

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Cyberport expandiert im stationären Handel und greift die Konkurrenten MediaMarkt und Saturn weiter an.

von Thomas Stölzel

Der Münchener Burda-Verlag expandiert mit seinem Online-Elektronikhändler Cyberport verstärkt in den stationären Einzelhandel und greift damit die Konkurrenten MediaMarkt und Saturn an.

Geplant ist die Eröffnung weiterer Ladengeschäfte: "Cyberport hat bereits 14 Stores – etwa in Berlin, Köln, Dresden, München sowie Wien – und wir werden in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern in hochfrequentierten Lagen weitere Stores aufmachen", kündigt Burda-Digitalchef Stefan Winners im Interview mit der WirtschaftsWoche an. Zunächst stehe ein zweiter Laden in Wien auf dem Programm. "An weiteren Standorten sind wir auf der Suche nach geeigneten Immobilien", so Winners.

Die Expansion in den stationären Einzelhandel begründet Winners mit der Feststellung, das Abholen online bestellter Ware sei für viele Menschen wichtig: "Bei Cyberport macht das teilweise 30 Prozent vom Gesamtumsatz eines Stores aus. So gewinnen wir Leute für uns, die E-Commerce eigentlich kritisch sehen."

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Nach Aussage des Burda-Digitalvorstands wird Cyberport 2014 "mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz machen, zweistellig wachsen und dabei trotz hoher Investitionen profitabel sein."

Digitalsparte von Burda setzt Einkaufstour fort

Die Hubert Burda Media Holding – die Digitalsparte des Münchener Medienkonzerns – plant weitere Zukäufe im großen Stil. "Wir scannen den Markt kontinuierlich nach neuen Beteiligungsmöglichkeiten. Dieses Jahr haben wir uns über 150 Unternehmen angeschaut", sagte Burda-Digitalchef Stefan Winners im Interview mit der WirtschaftsWoche. Dabei gehe es "um Unternehmen, die eine Chance haben, einen Umsatz in hoher zweistelliger Millionenhöhe zu erzielen und nachhaltig profitabel zu sein". Besonders im Fokus stünden dabei Vergleichsportale und E-Commerce. Burda setzt dabei bewusst nicht auf Startups: "Für uns haben sich in den letzten Jahren vor allem die Beteiligungen gelohnt, die ein etabliertes Geschäftsmodell hatten und schon profitabel oder kurz davor waren", so Winners.

Den Erfolg dieser Strategie belege Xing. An dem Karrierenetzwerk hält die Burda Holding 51 Prozent. "Dessen Aktien haben wir bei der Übernahme der Mehrheit im Dezember 2012 zu einem Preis von 44 Euro gekauft. Heute steht der Kurs bei 84 Euro." Der Xing-Vorstand habe das Wachstum in den letzten zwei Jahren erheblich beschleunigt. "Das Unternehmen wächst jetzt im Umsatz wieder sehr erfreulich mit 20 Prozent gegenüber Vorjahr – und im Ergebnis sogar noch stärker", betonte Winners.

Bei dem zur Internet-Tochter Tomorrow Focus gehörenden Partnervermittler ElitePartner sieht es laut Winners weniger erfreulich aus: "ElitePartner bewegt sich in einem extrem wettbewerbsintensiven Markt, in dem die Unternehmen im Kampf um die Kunden Millionen Euro für Werbung ausgeben." Einen Verkauf schließt Winners deshalb nicht aus: "Solche Entscheidungen trifft grundsätzlich der Vorstand von Tomorrow Focus", erklärte er. Winners war selbst von 2005 bis 2012 Vorstandschef der Digitaltochter. Heute leitet er dort den Aufsichtsrat.

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