Medienberichte: Personaltausch an Bahn-Spitze soll Pofalla-Posten sichern

Medienberichte: Personaltausch an Bahn-Spitze soll Pofalla-Posten sichern

Laut Medienberichten soll jetzt bei der Bahn das Personalkarussell gedreht werden. Felcht soll sich zurückziehen, damit Ronald Pofalla in den Bahnvorstand wechseln kann.

Mit einem Personaltausch wollen Union und SPD Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla nach „Focus“-Informationen den Weg in den Vorstand der Deutschen Bahn frei machen. Wie das Magazin unter Berufung auf „Kreise des Aufsichtsrates“ berichtet, soll sich dessen Vorsitzender Utz-Hellmuth Felcht bei der Jahreshauptsammlung am 26. März zurückziehen und Platz für einen SPD-nahen Nachfolger machen. SPD-Wunschkandidat für den neuen Aufsichtsrats-Chefposten ist nach den „Focus“-Informationen der Sozialdemokrat Achim Großmann. Im Gegenzug könnte DB-Vorstandschef Rüdiger Grube den Personalvorschlag Pofalla durchbringen.

Möglicher Wechsel Warum Pofalla für die Bahn so wichtig ist

Die Deutsche Bahn steht in Berlin und Brüssel derzeit heftig unter Druck. Ein Wechsel des früheren Kanzleramtsministers Ronald Pofalla soll dem Staatskonzern alte Pfründe sichern.

Angela Merkel und Ronald Pofalla vor dem Museumszug Rheingold-Express. Die Diskussion über den möglichen Vorstandsposten bei der Deutschen Bahn für den früheren Kanzleramtsminister Pofalla zieht immer größere Kreise. Quelle: dpa

Der 66-jährige Großmann war von 1998 bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Er saß am Ende seiner Amtszeit ein Jahr für den Bund im Bahn-Aufsichtsrat. Der CDU-Politiker Pofalla soll im Sommer 2014 zunächst den niedriger dotierten Job des politischen Beauftragten von Georg Brunnhuber übernehmen, dessen Vertrag am 31. März endet, schreibt das Magazin. Darüber könne der Bahn-Vorstand ohne Zustimmung des Aufsichtsrates verfügen. 2016 könnte Pofalla dann für den DB-Vorstand nominiert werden, um dort im März 2017 neben den Bereichen Politik auch die Aufgaben für Compliance, Datenschutz und Recht zu übernehmen.

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Die Bahn wollte die „Focus“-Informationen am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa nicht kommentieren. Am 9. Januar hatte Regierungssprecher Steffen Seibert einen ähnlichen Bericht dementiert. Das Bundesverkehrsministerium teilte seinerzeit auf Nachfrage mit: „Aus unserer Sicht ist Herr Felcht der richtige Aufsichtsratsvorsitzende.“ Anfang Januar wurde der mögliche Wechsel des früheren Kanzleramtschefs Pofalla in den Bahn-Vorstand publik und scharf kritisiert. Die schwarz-rote Koalition will den Zeitabstand bei einem Wechsel ausgeschiedener Bundesminister in die Wirtschaft nun per Gesetz regeln.

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