Meilenaffäre: Vielflieger siegt gegen Lufthansa

Meilenaffäre: Vielflieger siegt gegen Lufthansa

Wer fleißig fliegt, kann auch fleißig Rabattmeilen sammeln. Nachdem die Lufthansa die Meilen entwertet hat, gibt es Streit. Im aktuellen Fall bekommt der Vielflieger recht.

Ein Hamburger Professor hatte sage und Schreibe 887.000 Meilen angehäuft. Doch dann wurde der Prämienkatalog im "Miles and More"-Programm geändert. 15 bis 20 Prozent mehr Meilen seien nun für das Eintauschen in interkontinentale Flüge notwendig - die Meilen schlicht weniger wert. Ein Grund für den Professor vor Gericht zu ziehen. Heute bekam er vor dem Kölner Landgericht recht. Die Lufthansa hätte das angesammelte Meilenkonto nicht entwerten dürfen.

Generell sei die Lufthansa zwar berechtigt, die Teilnahmebedingungen für ihr Bonusprogramm zu ändern, da es sich um eine freiwillige Leistung handele, betonten die Richter. Allerdings hätte das Unternehmen dies mit einem Vorlauf von vier Monaten ankündigen müssen, um den Kunden eine ausreichende Übergangszeit einzuräumen. Die Lufthansa hatte die Änderungen erst einen Monat vor Inkrafttreten unter anderem in ihrem Newsletter kommuniziert.

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Lufthansa Klage gegen die Meilen-Inflation

Wer fleißig fliegt, sammelt auch fleißig Rabattmeilen. Vielflieger freut es - so manche Reise ist deshalb umsonst. Nachdem die Lufthansa allerdings die Meilenpreise angehoben hat, gibt es Streit.

Lufthansa-Bedienstete an einem Miles & More Schalter Quelle: AP

Seit der Änderung ihres Bonusprogramms verlangt die Lufthansa zum Beispiel für einen Hin- und Rückflug in der Business-Klasse in die USA 105.000 statt vorher 90.000 Meilen. Dagegen hatte das Unternehmen
Oneway-Prämienflüge sowie Flüge, die erst am Flugtag gebucht werden, verbilligt. Dies ist nach Ansicht des Gerichts aber keine gleichwertige Alternative, da es sich bei solchen Flügen in der Regel nicht um Interkontinental-Flüge handele. Für einen Prämienkunden mit einem dicken Meilenkonto lohne es sich umgerechnet jedoch viel mehr, seine Meilen für Fernflüge einzulösen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Januar 2011 musste bereits die LTU in Sachen Meilen vor Gericht eine Schlappe hinnehmen. Im Januar letzten Jahres entschied der Bundesgerichtshof über die Haltbarkeit der Vielfliegermeilen von der Air-Berlin-Tochter. Die LTU-Redpoints waren nach Einstellung des Bonusprogramms nicht mehr fünf Jahre, sondern nur noch sechs Monate lang gültig.

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