Metro testet Starship: Wenn der Paketroboter zwei Mal klingelt

Metro testet Starship: Wenn der Paketroboter zwei Mal klingelt

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Der Liefer-Roboter Starship soll nun auch in Deutschland getestet werden.

Foto: Allan Martinson (Starship)

von Oliver Voß

Die Skype-Gründer haben einen fahrenden Lieferroboter entwickelt. Der wird nun von der Metro und Hermes in zwei deutschen Städten im Alltag getestet.

Wie die Paketlieferung der Zukunft aussehen könnte, erlebte ein Dutzend Kinder vor einem Monat in Düsseldorf: Ein futuristisches Gefährt mit sechs Rädern und langer Antenne hielt vor dem Betriebskindergarten der Metro. Als sie das Dach öffneten, steckte er voller Süßigkeiten.

Starship heißt die Kiste auf Rädern, es ist der fortschrittlichste Lieferroboter. Und man kann ihm schon demnächst auf manchen deutschen Bürgersteigen begegnen.

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Denn nachdem die Deutschland-Premiere noch auf dem Firmengelände der Metro stattfinden musste, wo keine spezielle Genehmigung erforderlich war, sollen noch in diesem Jahr Feldtests im echten Straßenverkehr stattfinden. „Während Starship in den vergangenen neun Monaten bereits Versuche in zwölf Ländern durchgeführt hat, werden wir nun Erfahrungen mit dem täglichen Betrieb und echten Lieferungen sammeln“, sagt Ahti Heinla, Chef von Starship Technologies.

Das Unternehmen wurde 2014 von den früheren Skype-Gründern Heinla und Janus Fris gegründet.

Die Tests sollen in London, Bern, Düsseldorf und in einer anderen deutschen Stadt beginnen. Partner in Deutschland ist neben der Metro auch der Logistikkonzern Hermes. „Wir haben Genehmigungen beantragt, um das in ein oder zwei deutschen Städten zu testen“, sagt Michael Otto, Aufsichtsratschef der Otto-Gruppe, zu der auch Hermes gehört.

Fakten zum Roboter

  • Gewicht und Geschwindigkeit

    Die kleine Maschine, die eine gewisse Ähnlichkeit mit R2D2 aus Star Wars aufweist, wiegt zehn Kilogramm – und kann auch maximal zehn Kilo transportieren. Mit 6,5 Kilometern pro Stunde ist der Roboter nicht besonders schnell. Um den Inhalt vor Dieben zu sichern, kann nur der Kunde mit einer App die Boxen entsperren, in denen sich die Pakete befinden.

  • Autonomes Fahren

    Um nicht mit Gegenständen oder gar Personen zu kollidieren, haben die Skype-Gründer ihren Roboter mit neun Kameras, einem GPS-System und einer selbst entwickelten Karten- und Navigationstechnologie ausgestattet. So soll der Roboter zu 99 Prozent der Zeit autonom fahren, in einem Radius von fünf Kilometern um ein Logistiklager.

  • Zustellung

    Die Kunden können ein Zeitfenster auswählen, in dem der Roboter die Pakete bringen soll. Während der Auslieferung haben sie dann die Möglichkeit, den Weg des Roboters durch eine App in Echtzeit nachzuvollziehen.

Die Metro will die Tests zusammen mit der Media-Saturn-Unternehmensgruppe durchführen, an der sie beteiligt ist. „Mit den Robotern von Starship wollen wir bald in der Lage sein, unseren Kunden Lieferungen in nahezu Echtzeit anbieten zu können und dabei gleichzeitig äußerst kosteneffizient und nachhaltig bei Auslieferung auf den letzten Kilometern sein“, sagt Gabriele Riedmann de Trinidad, Group Director Business Innovation bei der Metro.

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