Mindestlohn: Taxibranche will Mindestlohn umgehen

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Das Taxigewerbe versucht den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50€ per Tarifvertrag zu umgehen

von Max Haerder

Die deutsche Taxibranche will den Mindestlohn umgehen. Die Gewerkschaften haben ihre Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert.

Nach den Schlachtereien versucht nun auch das Taxigewerbe, den gesetzlichen Mindestlohn per Tarifvertrag zu umgehen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche wollen die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband im Juli Gespräche über einen Tarifvertrag aufnehmen.

„Wir haben unsere Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert“, bestätigte Verdi gegenüber der WirtschaftsWoche. Der Verdi-Bundesvorstand ist informiert.

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Voraussetzung ist, dass sich der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband zuvor als Arbeitgeberverband formiert. Darüber will der Verband laut Geschäftsführer Thomas Grätz auf einer Mitgliederversammlung Anfang Juni entscheiden.

Käme es zu einer Einigung, müssten Taxibetriebe den Stundenlohn von 8,50 Euro nicht schon vom 1. Januar 2015 an zahlen. Denn Abweichungen vom Mindestlohn nach unten sind per Tarifvertrag noch bis Ende 2016 möglich.

Bei Verdi heißt es, Abweichungen seien allerdings nur denkbar, wenn dafür Zuschläge bei Nacht- und Feiertagsdiensten sowie Arbeitszeiten tariflich geregelt würden.

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