Mitfahrzentralen: Konkurrenzkampf der Mitfahrzentralen

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Mitfahrzentralen: Konkurrenzkampf der Mitfahrzentralen

Unter den Mitfahrzentralen im Netz ist der Wettbewerb ausgebrochen. Seitdem Mitfahrgelegenheit.de kostenpflichtig ist, strömen neue Anbieter auf den Markt - wie das französische Unternehmen BlaBlaCar.

Einige machen es schon, viele denken darüber nach: Immer mehr Dienstleistungen und Inhalte im Internet werden kostenpflichtig. Das gilt seit einiger Zeit auch für den Anbieter von Deutschlands größter Mitfahrzentrale mitfahrgelegenheit.de.

Für die erfolgreiche Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten erhebt der Anbieter mitfahrgelegenheit.de seit März dieses Jahres Gebühren. Bislang war der Service kostenlos. Nun muss jeder Fahrer elf Prozent der Einnahmen an das Unternehmen abführen, die er von seinen Mitfahrern kassiert. Ein Anstieg der Angebotspreise sei bislang jedoch nicht zu verzeichnen, so Pressesprecher Thomas Rosenthal von der carpooling.com GmbH, die hinter dem Portal steht. „Die Preise für die Strecken haben sich bislang kaum verändert und sind in der Masse nahezu identisch geblieben.“ Das Münchener Unternehmen betreibt mit Plattformen in neun europäischen Ländern und insgesamt über 4,7 Millionen registrierten Nutzern das nach eigenen Angaben größte Mitfahrnetzwerk Europas. 2011 konnten europaweit rund 7,7 Millionen Fahrten vermittelt werden.

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Die Entwicklungen am Markt verfolgt man dennoch sehr aufmerksam. Seit April 2013 ist mit BlaBlaCar ein großer Wettbewerber in Deutschland tätig - und wirbt seitdem aggressiv vor allem auf Facebook. 25 Prozent aller europäischen Neuanmeldungen des Anbieters kommen mittlerweile aus Deutschland. Das französische Unternehmen erlaubt seinen Nutzern in Deutschland und acht weiteren Ländern nach wie vor die kostenlose Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten. Für die carpooling.com GmbH hat sich die Einführung der Vermittlungsgebühren indes noch nicht negativ ausgewirkt. Im Gegenteil:  „Die Zahl der Angebote sowie die Zahl der registrierten Nutzer steigt kontinuierlich“, zeigt sich Rosenthal mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

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In Sachen Benutzerfreundlichkeit setzen beide Anbieter voll auf den Community-Charakter ihrer Angebote. Denn für viele Nutzer ist die Mitfahrgelegenheit längst nicht mehr nur eine kostengünstige Alternative zu Bahn- oder Flugticket. Vielmehr spielt für sie auch der soziale Kontakt zu ihren Mitreisenden eine wichtige Rolle beim Mitnehmen und Mitfahren. Die Portale geben ihren Nutzern daher zunehmend die Möglichkeit, sich vorab online kennenzulernen und die gemeinsame Fahrt anschließend zu bewerten.

Auf lange Sicht werden aber auch die Franzosen ihre Dienste nicht zum Nulltarif anbieten können. Bislang gebe es allerdings keine Pläne für die Einführung eines Gebührenmodells, heißt es. Und bei der carpooling.com GmbH sieht man in der bezahlten Vermittlung sogar einen Mehrwert für die Nutzer. „Mit Einführung der Gebühr haben wir auch unser Buchungssystem verpflichtend gemacht. Das erhöht die Verbindlichkeit beim Mitfahren“, erläutert Rosenthal und setzt deshalb auf das Verständnis der Fahrer. Im Wettbewerb bleiben die Gebühren zunächst jedoch ein Nachteil.

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