Mitteldeutsche Flughafen AG: Ausländische Gesellschaften nicht länger benachteiligen

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exklusivMitteldeutsche Flughafen AG: Ausländische Gesellschaften nicht länger benachteiligen

von Thomas Stölzel und Rüdiger Kiani-Kreß

Gegen die Behinderung ausländischer Fluggesellschaften bei der Zuteilung von Start- und Landrechten in Deutschland hat sich der Chef der Mitteldeutschen Flughafen AG, Markus Kopp, ausgesprochen.

„Wegen der protektionistischen Vergabe der Verkehrsrechte verbietet Berlin etwa Qatar Airways, von Deutschland aus nach Amerika zu fliegen. Aber das ist unterm Strich für uns keine Hilfe, denn das Verbot gilt nicht nur für Passagierflüge, sondern auch für die Fracht“, sagte Kopp im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Das schadet unserer Branche mehr, als es hilft. Kann Qatar nicht von Deutschland aus fliegen, fahren die ihre Fracht nach Amsterdam und fliegen sie von dort nach Amerika. Allein aus Afrika entgeht uns so fast eine halbe Milliarde Euro Geschäft.“

Auch die Abwicklung von Frachtflügen auf deutschen Flughäfen sei viel zu kompliziert und treibe Unternehmen ins Ausland. „Im Frachtverkehr werden Flugzeuge quasi über Nacht gebucht. Doch solche Ad-hoc-Charter scheitern in Deutschland oft daran, dass sie beim Luftfahrtbundesamt lange im Voraus angemeldet werden müssen. In Belgien erreichen die Airlines rund um die Uhr jemanden. Kunden wie Egypt Air sagen mir: Du hast da einen tollen Flughafen, aber in Lüttich habe ich morgen die Genehmigung“, sagte Kopp. Die Mitteldeutsche Flughafen AG betreibt  die Flughäfen Leipzig und Dresden.

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