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exklusivMünchener Internetkonzern: Tomorrow Focus will Technik-Sparte verkaufen und Portale zukaufen

27. Juli 2013
Screenshot der Internetseite von Tomorrow Focus Quelle: ScreenshotBild vergrößern
Screenshot der Internetseite von Tomorrow Focus Quelle: Screenshot
von Thomas Stölzel

Der börsennotierte Münchner Internetkonzern Tomorrow Focus wird umgebaut.

Das Unternehmen will die Techniksparte mit dem App-Entwickler Cellular sowie den Hosting- und E-Commerce-Dienstleister Tomorrow Focus Technologie verkaufen und Portale für Mode-, Auto- und Gesundheitsthemen zukaufen. Das kündigte der neue Vorstandschef Toon Bouten im Interview an.

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In Bezug auf die Techniksparte sagte Bouten: „Wir schauen uns gerade nach einer Lösung um. Das kann ein kompletter Verkauf sein. Aber auch ein Joint Venture ist denkbar.“ Beide Unternehmen seien profitabel, daher sei keine Eile geboten.

Die Zukäufe in den Bereichen Mode, Auto und Gesundheit sollen in den nächsten zwölf bis 24 Monaten erfolgen. „Wir schauen uns da zurzeit ganz konkret entsprechende Portale in Deutschland an“, sagte Bouten. Spezialthemen würden immer wichtiger.

Investieren will Bouten auch im Reisesegment, wo das Unternehmen bereits Portale wie HolidayCheck und Zoover betreibt. „In Märkten in Ost- und Nordeuropa, wo wir noch nicht sind, suchen wir Portale, die wir übernehmen können“, sagt er. Europas Reisemarkt sei 250 Milliarden Euro schwer, sagte Bouten. „Doch nur 40 Prozent der Umsätze finden online statt. In Amerika sind es über 50. Das Wachstum ist gewaltig, fünf Milliarden Euro jährlich.“

Ein weiteres Investment von Tomorrow Focus geht in den nächsten Wochen online: die deutsche Ausgabe der amerikanischen Internetzeitung Huffington Post. Bouten geht davon aus, dass sie in zwei bis drei Jahren profitabel ist. „Wir werden 14 bis 15 Journalisten einstellen, die selbst schreiben. Bestimmte Blogger werden wir bitten, ihre Texte verwenden zu dürfen. Andere werden uns Inhalte von sich aus anbieten, weil sie so mehr Leute mit ihrer Meinung erreichen. All das ist vom Leistungsschutzrecht abgedeckt“, so Toon Bouten.

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