Nach Brexit-Votum: Ryanair stellt Jahresprognose infrage

Nach Brexit-Votum: Ryanair stellt Jahresprognose infrage

, aktualisiert 31. August 2016, 22:48 Uhr
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Wegen des Brexit-Enschlusses könnte die Billigfluggesellschaft Ryanair gezwungen sein, die Prognose für das Geschäftsjahr bis März 2017 anzupassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Entschluss der Briten, aus der EU auszusteigen, und die damit verbundenen Folgen für Ryanair könnten die Gewinnplanung der Billigairline beeinflussen. Chef O'Leary sei im Hinblick auf das Ziel „sehr vorsichtig“.

LondonDie Entscheidung der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union droht Ryanair einen Strich durch die Gewinnplanungen für das laufende Geschäftsjahr zu machen. Preisnachlässe im Kampf um verunsicherte Kunden könnten Spuren in der Bilanz hinterlassen, sagte der Chef der irischen Billigfluggesellschaft, Michael O'Leary, am Mittwoch.

„Wir senken die Tarife stärker als in der Vergangenheit, das ist eine Folge des Brexit.“ Deshalb sei er „sehr vorsichtig“ im Hinblick auf das Ziel, im Geschäftsjahr bis März 2017 einen Gewinnzuwachs von 13 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro zu erzielen.

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„Wenn die Ticketpreise in der zweiten Jahreshälfte um mehr als zehn bis zwölf Prozent fallen, müssen wir uns die Prognose für das Gesamtjahr noch einmal vornehmen“, räumte O'Leary ein. Er gehörte zu den prominentesten Gegnern des Brexit, für den die britischen Wähler im Juni überraschend gestimmt haben. Nach dem Referendum habe Ryanair Rabatte von neun Prozent gewährt, sagte der Konzernchef. Was aber ab Oktober passiere, sei ungewiss. Schließlich gebe es im Herbst weniger Urlaubsreisende. Dem Konzernchef zufolge schlägt sich auch die Terrorangst vieler Reisenden in den Buchungen nieder.

Diese Zurückhaltung nach den jüngsten Anschlägen in Europa und die Ungewissheit nach dem Brexit-Votum machen sich auch bei anderen Gesellschaften bemerkbar. So wagte die nach Ryanair zweitgrößte Billigfluggesellschaft Europas, easyJet, keine Gewinnprognose, während Lufthansa die Erwartungen herunterschraubte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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