Nach der Kritik: Bahnchef Grube fährt nicht zu Gesprächen nach Paris

Nach der Kritik: Bahnchef Grube fährt nicht zu Gesprächen nach Paris

Die EU-Außenminister beraten über Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Aber die Geschäfte deutscher Unternehmen müssen weiterlaufen - allerdings im Geheimen.

Bahnchef Rüdiger Grube will nun doch nicht wie zunächst angekündigt für Gespräche mit der russischen Staatsbahn nach Russland fahren. „Derzeit ist keine Reise geplant“, sagte ein Bahnsprecher am Montag. Spekulationen, Grube werde sich stattdessen in Paris mit dem Präsidenten der russischen Eisenbahnen, Wladimir Jakunin, treffen, wies die Bahn zurück. In Paris tagt diese Woche der Weltverband der Eisenbahngesellschaften, deren Präsident Jakunin ist.

Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ wollen Grube und Jakunin „in geheimer Mission“ über die Beteiligung eines deutschen Konsortiums an der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau-Kasan sprechen. Dies sei „schlichtweg falsch“, teilte die Bahn mit. Bei der Bilanzvorlage Ende März hatte Grube seine Russland-Reise angekündigt. Nach Angaben eines Bahnsprechers führt er regelmäßig Gespräche mit der Spitze der russischen Bahn. Wirtschaftsvertreter waren wegen ihrer Russland-Kontakte während der Krim-Krise zuletzt scharf kritisiert worden.

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Unterdessen zeigten sich die Außenminister der Europäischen Union besorgt über die immer angespanntere Lage in der Ostukraine. Bei einem Treffen in Luxemburg berieten die Minister am Montag vor allem über den weiteren Zeitplan möglicher Sanktionen. Der britische Außenminister William Hague machte Russland für die gewaltsamen Besetzungen öffentlicher Gebäude im Osten der Ukraine verantwortlich. Daher müsste die EU nun detailliert planen, wann sie umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Moskau verhängen wolle. Der niederländische Außenminister Frans Timmermans sagte, ein Beschluss über die Verschärfung der Sanktionen sei zwar jetzt noch nicht nötig, müsse aber möglicherweise bald gefasst werden. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnte allerdings vor neuen Sanktionen und sagte, die EU müsse „konstruktive Vorschläge“ für das am Donnerstag in Genf geplante Außenministertreffen über die Ukraine vorlegen.

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