Nach Piloten-Streik: Lufthansa will Rechenzentren an IBM verkaufen

Nach Piloten-Streik: Lufthansa will Rechenzentren an IBM verkaufen

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Ende 2015 soll es soweit sein: Lufthansa will seine IT-Sparte auflösen.

Das ist das Ende für die IT-Sparte der Lufthansa: Die Fluglinie will ihre Rechenzentren an IBM verkaufen. Dadurch sollen jährlich rund 70 Millionen Euro eingespart werden.

Die Lufthansa will ihre Rechenzentren an IBM verkaufen und ihre IT-Sparte Lufthansa Systems auflösen. Die Rechenzentren mit derzeit rund 1400 Mitarbeitern würden künftig von dem IT-Konzern aus den USA betrieben, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mit. Die übrigen 2800 Mitarbeiter der Lufthansa Systems AG sollen künftig in zwei eigenständigen Unternehmen innerhalb des Konzerns ihre Aufgaben erfüllen.

Für die Rechenzentren will die Lufthansa mit IBM einen Service-Vertrag über sieben Jahre schließen und damit jährlich im Schnitt rund 70 Millionen Euro einsparen. „Die Zusammenarbeit mit einem global agierenden und erfolgreichen IT-Konzern wie IBM stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Konzernunternehmen sowie der Lufthansa Group insgesamt“, sagte Lufthansa-Finanzvorstand Simone Menne, die auch dem Aufsichtsrat der Lufthansa Systems AG vorsitzt. Das werde die Kosten unmittelbar senken und den Zugriff auf neueste IT-Technologien sichern.

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Leere Lufthansa-Schalter Quelle: REUTERS

Nach dem aktuellem Verhandlungsstand wolle IBM alle rund 1400 Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Infrastruktur übernehmen. Die Standorte Kelsterbach und Budapest sollen erhalten bleiben. Zudem habe IBM zugesagt, auch alle anderen Arbeitsplätze an den übrigen Standorten zu erhalten. Um im harten Wettbewerb mit arabischen Fluggesellschaften wie Etihad oder Emirates zu bestehen hat sich Europas größte Airline einen Sparkurs verordnet.

Der Konzern hatte bereits vor einigen Monaten erklärt, er wolle die hohen Investitionen bei seiner IT-Tochter Lufthansa Systems nicht mehr allein schultern. Nun soll sie in drei Teile aufgespalten, das Geschäftsfeld Infrastruktur im Rahmen des Outsourcing an IBM verkauft werden. Der Outsourcing-Vertrag soll sieben Jahre laufen. Die zwei Sparten Airline Solutions und Industry Solutions würden künftig als eigenständige Unternehmen aufgestellt. Lufthansa plant die Aufspaltung der Tochter Lufthansa Systems und den Start der neuen Gesellschaften im ersten Quartal 2015. Der Infrastrukturverkauf an IBM soll zum Ende des ersten Quartals unter Dach und Fach gebracht werden.

Der Umbau drückt allerdings auf den Gewinn: Eine Belastung von rund 240 Millionen Euro vor Steuern werde im laufenden Jahr das Nettoergebnis belasten, nicht aber den operativen Gewinn, hieß es. Den Verkauf der Sparte will die Lufthansa Ende März 2015 abschließen. Der Aufsichtsrat muss dem Plan noch zustimmen.

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