Nahverkehr: Veolia-Konzern bremst deutsche Tochter aus

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Veolia hat sein Angebot zum Betrieb von einigen Regionalbahnen zurückgezogen

von Christian Schlesiger

Der französische Nahverkehrsanbieter Veolia Verkehr löst in Norddeutschland einen Eklat aus.

Anfang des Jahres bewarb sich das Unternehmen um den Betrieb von Regionalbahnen zwischen Ueckermünde und Lübeck – ein Auftrag im Wert von einer halben Milliarde Euro. Nun aber hat das Unternehmen das Angebot zurückgezogen. In einem Brief schreibt Dirk Fischer, Geschäftsführer der Veolia-Tochter Ostseeland Verkehr, dass „unser Mehrheitsgesellschafter Veolia Transdev sich letztendlich gegen die Abgabe eines Angebotes entschieden“ habe. Das bisherige Angebot sei „für uns nicht bindend“, die Übermittlung sei „bewusst entgegen meiner ausdrücklichen Weisung erfolgt“.

Beobachter betrachten die Begründung als vorgeschoben. Veolia Transdev, Mutter von Veolia Verkehr, gehört je zur Hälfte der französischen staatlichen Beteiligungsgesellschaft Caisse des Dépôts und dem Pariser Umweltkonzern Veolia Environnement. Der will sich jedoch vom Bus- und Bahnbetreiber trennen, da Transdev mit geschätzt 900 Millionen Euro verschuldet ist. So lange scheint Veolia Transdev die Auslandstöchter an der kurzen Leine zu halten. Veolia sei „mit sich selbst beschäftigt“, sagt ein Berater, und agiere wie „gelähmt“.

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Ragnar Nordström, Deutschland-Chef von Veolia Verkehr, droht nun, im Nahverkehr auf der Schiene zurückzufallen. Der Privatbetreiber liegt in Deutschland mit sechs Prozent Marktanteil auf Rang zwei hinter der Deutschen Bahn. Bis 2015 vergeben Länder und Kommunen, die vom Bund mit jährlich sieben Milliarden Euro bezuschusst werden, 40 Prozent der S-Bahn- und Regionalbahnnetze.

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