Neue Konzepte : Haustür-Lieferungen werden immer schwieriger

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Neue Konzepte : Haustür-Lieferungen werden immer schwieriger

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Paketzusteller können ihre Ware oft nicht zustellen, weil keiner zuhause ist.

Wer online bestellt, bekommt seine Pakete bald möglicherweise nicht mehr immer an die Haustür geliefert. Der Grund: Die Fehlerquote bei der Haustürzustellung ist hoch.

Paketdienste haben oft Probleme bei der Zulieferung von bestellter Ware. Oft sind die Kunden nicht zuhause, die Fehlerquote ist hoch. Das verursacht hohe Kosten für die Paketdienste. Die Zusteller GLS und DPD könnten ihr Konzept ändern: Statt Lieferungen an die Haustür, könnten Kunden ihre Pakete selbst abholen - bei der Post oder auch in Cafés in der Nachbarschaft.

In Dänemark, Finnland und in Schweden ist das längst üblich. Hier werden Online-Käufer über die Zustellung ihres Pakets informiert und müssen es sich dann selbst im Paketshop abholen. Wer eine Haustürzustellung möchte, muss einen Aufpreis bezahlen. In Schweden ist das sogar doppelt so teuer, wie eine Ablieferung im Shop. GLS-Chef Rico Back kann sich dieses Konzept auch in Deutschland vorstellen. "Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen", sagte der Manager der "Welt". "Onlinebesteller müssen sich schon beim Bestellen darüber klar werden, wohin sie ihr Paket haben wollen."

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Grund für den neuen Zustell-Service ist die nicht zu bewältigende Anzahl von Onlinepaketen. Laut "Welt" ist der Paketmarkt von Januar bis Juni 2013 um 3,8 Prozent gewachsen. Geschuldet ist das dem blühenden Onlinehandel. Auch der Zusteller DPD überlegt, etwas zu verändern. "Wenn wir unser Netz an Paketshops wie geplant ausgebaut haben, werden wir darüber nachdenken, ob wir weniger Zustellversuche machen", sagte DPD-Chef Arnold Schroven der "Welt".

Die Konkurrenz wird allerdings immer größer. Auch andere Paketzusteller wie United Parcel Service konkurrieren mit DPD und GLS um Läden aus der Nachbarschaft, in denen sie ihre Pakete hinterlegen können. Der Marktführer DHL hat bis jetzt noch keine Pläne bekanntgegeben, die Paketablieferung an der Haustür einzuschränken.

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Eine Lösung der Probleme könnte die Kommunikation sein: Wenn Kunden bei der Bestellung eine Handynummer oder eine E-Mail-Adresse hinterlegen würden, wäre es für die Zusteller um einiges leichter, die Pakete zum richtigen Zeitpunkt abzuliefern. Die Ablieferungsquote würde um 90 Prozent steigen. Es soll Standard werden, dass der Kunde eine Stunde vor der Paketzustellung erneut informiert wird. All das soll verhindern, dass Paketdienste den für sie teuren zweiten Zustellversuch benötigen.

Auch Amazon trotzt der hohen Fehlerquote bei Zustellungen. Sie liefern ihre Pakete an ausgewählten Orten jetzt auch sonntags aus, damit sie mehr Kunden zuhause antreffen und Geld sparen. Bislang ist das allerdings nur in Los Angeles und New York möglich. Im kommenden Jahr sollen auch die Menschen in Dallas, Houston, New Orleans und Phoenix am Wochenende ihre Pakete geliefert bekommen. Im November soll auch in London eine Paket-Zulieferung an Sonntagen eingeführt werden.

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