Neues Verfahren angestoßen: Post will Porto öfter anheben als bisher

Neues Verfahren angestoßen: Post will Porto öfter anheben als bisher

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Die Post verhandelt mit der Bundesnetzagentur über ein Verfahren, das häufigere Portoerhöhungen möglich machen soll.

58 Cent beträgt das Porto für einen Standardbrief seit diesem Jahr - drei Cent mehr als zuvor. Mit Erhöhungen müssen Kunden öfter rechnen, wenn es nach der Post geht. Die Bundesnetzagentur prüft ein neues Verfahren.

Für die Zustellung von Briefen sollen die Verbraucher künftig nach dem Willen der Post in regelmäßigeren Abständen stärker zur Kasse gebeten werden. Mit der Bundesnetzagentur werde über ein neues Verfahren für Anpassungen gesprochen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Da die Reserven für Produktivitätssteigerungen weitgehend ausgeschöpft seien, wolle das Unternehmen von Zeit zu Zeit die Preise anpassen. „Wir benötigen mehr Spielraum, um unsere Geschäfte betreiben zu können“.

Foto von Postchef Frank Appel Quelle: dpa

Post-Chef Frank Appel - Tochter DHL will dem Lebensmittelversand in Deutschland zum Durchbruch verhelfen.

Bild: dpa


Im Briefbereich steht die Deutsche Post unter einem hohen Druck, weil E-Mail und Internet die klassische Briefzustellung zunehmend verdrängen. Hinzu kommen erhebliche Belastungen unter anderem aus den Tariferhöhungen. Einbußen in der Sparte würden derzeit nur durch das boomende Paketgeschäft kompensiert.
Preiserhöhungen kann der ehemalige Staatsmonopolist aber nur mit Genehmigung der Bundesnetzagentur durchsetzen. Im vergangenen Jahr hatte die Aufsichtsbehörde erstmals seit vielen Jahren eine Portoanhebung für den Standardbrief um 3 Cent auf 0,58 Euro zum 1. Januar 2013 genehmigt.

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Über Preisaufschläge im Briefbereich sei derzeit noch nicht entschieden, betonte der Sprecher. Die Post möchte künftig von Zeit zu Zeit Anpassungen in Höhe der Inflationsrate durchsetzen. Das würden bedeuten, dass das Porto Anfang kommenden Jahres im Durchschnitt um weitere 1,8 Prozent steigen könnte, schrieb die Zeitung.
Zunächst allerdings muss die Bundesnetzagentur neue Spielregeln für die Portoberechnung festlegen. Die Beratungen darüber begannen am Donnerstag mit einer ersten Anhörung. Preisanträge könne die Post erst einreichen, wenn die Regeln bekannt seien, sagte der Sprecher. Das werde frühestens im Herbst der Fall sein.

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