Nicht mal Gespräche: Wöhrl steigt nicht bei Air Berlin ein

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, aktualisiert 07. April 2014, 13:12 Uhr
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Luftfahrt-Unternehmer Wöhrl will doch nicht bei Air Berlin einsteigen

von Rüdiger Kiani-Kreß

Entgegen aller Gerüchte: Der Nürnberger Airline-Investor Hans Rudolf Wöhrl plant keinen Einstieg bei der angeschlagenen Fluglinie.

Der Nürnberger Investor Hans Rudolf Wöhrl plant keinen Einstieg bei der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin. Über entsprechende Pläne hatten heute Medien berichtet. „Es gab bisher kein einziges Gespräch, ja noch nicht einmal eine Kontaktaufnahme“, erklärte Wöhrl gegenüber der Wirtschaftswoche. Laut den Berichten sollte Wöhrl mit den Air-Berlin-Aktionären Joachim Hunold und dem Elektrounternehmer Severin Schulte für die außenstehenden Aktien von Kleinaktionären bieten, wenn Air Berlin von der Börse genommen werde. Die Konstruktion wäre Teil eines Plans bei dem die Fluglinie Etihad aus Abu Dhabi ihren den Anteil an Air Berlin von heute 29,2 Prozent auf knapp 50 Prozent steigert und dabei de facto die Macht übernimmt. 

Am Ende wäre Wöhrl einem Einstieg seiner Beteiligungsgesellschaft Intro Aviation zwar nicht abgeneigt. „Konkret aber wären wir immer zu Gesprächen bereit, wobei aber die Rolle eines Strohmannes für uns kein Thema ist“, erklärte Wöhrl weiter. „Wenn wir uns an einer Airline in nennenswertem Umfange beteiligen, dann wollen wir auch die Chance haben, dort etwas zu gestalten.“ Nach dem aktuellen Konzept für den Umbau von Air Berlin zu einem Teil des Etihad-Beteiligungsgeflechts  müsste sich Wöhrl jedoch mit einer ungewohnt passiven Rolle bescheiden.

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Dazu gilt ein Einstieg Wöhrls auch aus einem anderen Grund deshalb als unwahrscheinlich. Der Spross des Nürnberger Textilkaufhauses Wöhrl gilt zwar als erfahrener Airline-Investor, weil er bereits mehrere Fluglinien wie den Billigflieger Deutsche BA oder die Ferienfluglinie LTU übernommen und in Teilen saniert an Air Berlin weiterverkauft hat. Doch ein Zusammengehen mit Hunold, der bis Sommer 2011 die defizitäre Air Berlin leitete, ist unwahrscheinlich, weil das Verhältnis zwischen den beiden als belastet gilt.

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