Nürburgring: Deutsche Bank finanziert Capricorn den Kauf

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Der Nürburgring-Käufer Robertino Wild will die meisten Mitarbeiter übernehmen

von Florian Zerfaß

Die Deutsche Bank hat Capricorn den Kauf des Nürburgrings ermöglicht. Der Mittelständler will die Arbeitsplätze am Ring weitgehend erhalten.

Die Deutsche Bank hat dem Düsseldorfer Mittelständler Capricorn den Kauf des insolventen Nürburgrings für 77 Millionen Euro ermöglicht, berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Capricorn-Chef Robertino Wild, 51, hatte lange Schwierigkeiten, sein Angebot gegen zu finanzieren. Mit der Zusage der Deutschen Bank konnte er sich gegen den favorisierten US-Finanzinvestor HIG Capital durchsetzen. Die Bank wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Geschäft äußern. Wild erklärte lediglich, dass eine „deutsche Großbank“ die Finanzierungszusage erteilt hat, den Namen der Deutschen Bank wollte er weder bestätigen noch dementieren.

Unterdessen kündigte Wild an, dass er bis auf wenige Ausnahmen die meisten Mitarbeiter der weitgehend landeseigenen Nürburgring GmbH übernehmen will. „Wenn wir wachsen wollen, brauchen wir auch die Leute dafür“, sagte Wild der WirtschaftsWoche. Konkrete Zahlen nannte Wild noch nicht, da er am Montag zunächst die Nürburgring-Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung über seine Pläne informieren will. „Wir werden nur eine sehr geringfügige Zahl von Mitarbeitern freisetzen“, kündigte der neue Herr am Ring im Gespräch mit der Wirtschaftswoche an. Sollte die EU-Kommission den in der vergangenen Woche geschlossenen Kaufvertrag absegnen, übernimmt Wild mit der neu gegründeten Capricorn Nürburgring GmbH am 1. Januar 2015 den Nürburgring, der 2012 nach millionenschweren Fehlinvestitionen der damaligen SPD-Landesregierung von Kurt Beck Insolvenz anmelden musste. Einen Teil der Investitionsruinen will Wild abreißen lassen und unter anderem auf dem Gelände des Erlebnisdorfs „Grüne Hölle“ ein Technologiezentrum ansiedeln.

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Wie Wild ankündigte, wird die Nürburgring GmbH bis Ende kommender Woche nun zügig die Verträge über die für dieses Jahr geplanten Rennen auf dem Nürburgring bestätigen, damit das traditionelle 24-Stunden-Rennen, das Eifelrennen und auch der Truck Grand Prix wie geplant stattfinden können. Auch sollen „so schnell wie möglich“ Gespräche mit den Organisatoren der Formel 1 geführt werden, damit 2015 wieder ein Rennen um den „Großen Preis von Deutschland“ in der Eifel ausgetragen werden kann.

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