Nürburgring-Prozess: Vier Jahre Haft für Ex-Minister gefordert

Nürburgring-Prozess: Vier Jahre Haft für Ex-Minister gefordert

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Der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) soll vier Jahre in Haft.

Vier Jahre Freiheitsstrafe. Das fordert die Anklage im Untreue-Prozess um den Ausbau des Nürburgrings für den ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel. Er sei der Hauptschuldige.

Im Untreue-Prozess um den Ausbau des Nürburgrings hat die Anklage für den ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) vier Jahre Freiheitsstrafe gefordert. Die Staatsanwältin erklärte in ihrem Plädoyer am Dienstag vor dem Landgericht Koblenz den früheren Minister zum Hauptschuldigen der 2009 gescheiterten Privatfinanzierung des Ringausbaus. Es geht unter anderem um Zahlungen der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH an zwei Finanzvermittler. Für den früheren Ringchef und den damaligen Controller forderte die Staatsanwältin Bewährungsstrafen von einem Jahr und zehn Monaten beziehungsweise zehn Monaten.

Nürburgring Finanzinvestor HIG vor dem Zuschlag

Der amerikanische Finanzinvestor HIG Capital aus Miami soll offenbar neuer Besitzer des Nürburgrings werden. Doch es gibt noch einen gravierenden Vorbehalt.

Transparentes Schild Nürburgring Quelle: dpa

Die mit Spannung erwartete Pressekonferenz zum Verkauf des insolventen Nürburgrings verzögert sich. Es gebe viel Abstimmungsbedarf, sagte der Sprecher der Sanierer des Rings, Pietro Nuvoloni, mit Blick auf die Sitzung des Gläubigerausschusses, auf der es um den Zuschlag für den oder die Käufer geht. Außerdem müssten umfangreiche Unterlagen - darunter auch Finanzdokumente - angesehen werden. Als aussichtsreiche Käufer gelten die Investorengesellschaft HIG Capital und der Autozulieferer Capricorn. Der Nürburgring hatte 2012 Insolvenz angemeldet. Die Sanierer suchen seit Mai 2013 einen Käufer.

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Der Nürburgring zählt zu den berühmtesten Rennstrecken der Welt. Seit 1927 lockt er Motorsportfans und Touristen in die Eifel. Die knapp 21 Kilometer lange Nordschleife mit den vielen Kurven und Wellen erhielt später den Namen „Grüne Hölle“. 1984 wurde eine neue, fünf Kilometer lange Strecke für Formel-1-Rennen in Betrieb genommen. Nach dem Bau eines zu groß geratenen Freizeitparks für rund 330 Millionen Euro ging die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH 2012 insolvent. Seit 2013 lief die Suche nach einem Käufer der Rennstrecke und des Freizeitparks. In der Eifel steigt die Formel 1 im Wechsel mit dem Hockenheimring.

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