Online-Bewertungsportale: Warum Tripadvisor und Holidaycheck so beliebt sind

31. Januar 2014
von Meike Lorenzen

Wer Reise-Informationen sucht, findet sie auf Bewertungsportalen im Internet. Das weltweit erfolgreichste ist Tripadvisor. Wie dieser Dienst erleichtert – und was die Konkurrenz bietet.

Kaum hat das neue Jahr begonnen, brummt das Geschäft in der Reisebranche. Die Deutschen planen ihren Jahresurlaub und buchen die großen Reisen des Jahres. Denn noch gibt es Frühbucherrabatte. Dabei wird das Angebot an Destinationen, Unterkünften, Aktivitäten und Co. immer umfangreicher. Um sich einen Überblick zu verschaffen, bieten Bewertungsportale im Internet gute Möglichkeiten die individuelle Traumreise zusammenzustellen. Weltmarktführer ist das amerikanische Unternehmen Tripadvisor. Egal ob junge Briten, ältere Amerikaner oder hippe Franzosen – nahezu alle Generationen und Nationen reisen inzwischen mit ihren Tablet durch Europa, Südostasien und die Staaten und suchen bei Tripadvisor: Unterkünfte, Restaurants, Cafés, sportliche Aktivitäten, Museen oder individuelle Touren.

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260 Millionen Nutzer aus 34 Ländern (inklusive China unter www.daodao.com) besuchen nach eigenen Angaben die Internetseite im Monat. Wobei die USA mit Abstand den größten Anteil ausmachen. 2013 verzeichnete die amerikanische Ausgabe laut Daten von Similarweb insgesamt 886 Millionen Besuche. Auf Platz zwei liegt die britische Ausgabe mit 252,5 Millionen Visits. Die deutsche Ausgabe verzeichnete im gleichen Zeitraum immerhin 54 Millionen Besucher und ist damit die neuntbeliebteste.

Die Nutzer posten laut Tripadvisor etwa 80 neue Beiträge pro Minute. 3,1 Millionen Unterkünfte, Restaurants und Attraktionen sind auf der Plattform registriert – vom Café in Chiang Mai über die persönliche Ein-Mann-Tour durch Pompei. Der Clou dabei: Menschen aus aller Welt bewerten Unterkünfte, Essen und Strände. Sie vergeben Sterne, schreiben ihre Erfahrungen auf und stellen Fotos in das Portal. Für andere Nutzer ergibt sich daraus ein einigermaßen realistisches Bild, was sie vor Ort wirklich erwartet.

Mit Links erfolgreich

Die Erfolgsgeschichte von Tripadvisor beginnt im Jahr 1998. Damals will Unternehmenschef Steve Kaufer mit seiner Frau Caroline eine Reise nach Mexiko unternehmen. „Die Frau im Reisebüro empfahl uns drei Hotels unterschiedlicher Preiskategorien. Auf den Fotos im Katalog sahen die Unterkünfte alle gleich gut aus“, erinnert sich Steve Kaufer. Also entscheidet er sich für die günstigste Variante. Bevor er bucht, sucht er das Internet nach Informationen zu dem Hotel.

„Das Netz war damals noch ein recht neues Phänomen. Man fand nur immer und immer wieder die gleichen wunderschönen Bilder und phänomenalen Beschreibungen“, sagt er heute. Erst nach intensiver Recherche mit einigen kuriosen Suchbegriffen, stieß Steve Kaufer auf einen Eintrag eines Pärchens, das dort auch übernachtet hatte. Ihre Fotos zeigten verrostete Stühle und einen Strand, der ganz und gar nicht den Ansprüchen der Kaufers gerecht wurde. So bucht das Ehepaar eine andere Unterkunft und verbringt einen Traumurlaub.

"Auf dem Rückflug sagt Caroline zu ihrem Mann: „Du solltest eine Webseite bauen, die anderen bei ihrer Reiseplanung hilft. Eine, die ganz einfach zu bedienen und vor allem ehrlich ist.“ Kaum zu Hause machte sich der studierte Informatiker und Gründer einer Entwickler-Firma an die Arbeit.  Im Februar 2000 geht das Bewertungsportal Tripadvisor erstmals an den Start. Zunächst noch mit den klassischen PR-Bildern und -Texten. Doch nach und nach füllen sich die Seiten mit Fotos und Berichten der Nutzer.

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Kommentare | 2Alle Kommentare
  • 25.03.2014, 18:49 UhrCarlitos

    Tripadvisor ist so gut, daß sie Schloß Dyck in Jüchen als 204-Betten-Hotel verkaufen. Die Krönung ist dann noch der Kommentar eines Blinden, der angeblich in Zimmer 14 übernachtet hat. Unglaublich!

  • 29.03.2014, 01:34 UhrCarlitos

    Sorry, das "Hotel" Schloß Dyck (Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur) hat laut Tripadvisor 204 Zimmer.

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