Ostsee: Neues Ideal für Yachthäfen - Seite 2

Ostsee: Neues Ideal für Yachthäfen

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In Schleswig übernimmt ebenfalls wieder die Bevölkerung das Regiment in einem Abschnitt von zwei Kilometern entlang der Schlei. „Auf der Freiheit“ hieß das Areal, bevor es in den Dreißigerjahren vom Militär okkupiert wurde. Anfang September sollen die Genehmigungen für das Bauprojekt mit Yachthafen, Wohnungen, Hotel, Wellness-Anlage und Kulturräumen vorliegen.

Konversion heißt der Wandel von Kasernen in Hotels und von U-Boot-Molen in mit allem Komfort ausgestatteten Bootsstege. In Deutschland wurden auf diesem Wege Raketenstationen und Bunker zu Kunstmuseen, Kasernen zu mustergültigen Wohnanlagen.

In dem 1964 eröffneten Militärstützpunkt Olpenitz werden 170 Hektar Hafengebiet neu genutzt. Wären hier nicht bereits Betonpfeiler in den Boden gerammt und Atombunker bis zu 20 Meter tief im Erdreich eingelassen, bekäme kein Investor eine Baugenehmigung für ein solches Projekt. „Ich hätte nicht im Traum gedacht, in so einer Lage nach einer Genehmigung für einen Neubau zu fragen“, sagt Jaska Harm. Nach der Schließung der Kasernen zogen 2.000 Soldaten von drei Minensuchgeschwadern mit ihren Familien aus der Stadt Kappeln fort. Nun hoffen viele Bürger, dass das rund 500 Millionen Euro teure Projekt Touristen in die landschaftlich sehr reizvolle, aber strukturschwache Region lockt. Ende September plant der Bauträger die ersten Musterhäuser zu errichten, auf der Messe Hanseboote in Hamburg soll im Oktober der Verkauf beginnen, Harm rechnet im Schnitt mit einem Quadratmeterpreis von rund 3.500 Euro – inklusive Bootsliegeplatz.

Noch ist auf dem Beton von Olpenitz davon nichts zu sehen. Wo einst eine Turnhalle für die Soldaten stand, liegen Berge aus Klinkersteinen herum „Die Halle ist verkauft und abtransportiert worden“, sagt Ley, der auch die Einschusslöcher an einem der verfallenden Gebäuden erklären kann: „Hier haben eine Zeit lang Einsatzkommandos der Polizei geübt.“ Im Hafenbecken selber ankert derzeit nur das blaue Motorschiff eines Forschers, dem hier Unterschlupf gewährt wird.

2012 dann soll von dort der Blick auf ein Amphitheater fallen. Dahinter soll in weiteren Bauabschnitten der frühere, 35 Meter hohe Hügel „Oldenburg“ wieder errichtet werden, den die Militärs abgetragen hatten. Von der Seeseite soll der Blick auf Häuser am Hang fallen, der in seinem Inneren Garagen für Yachten, Ski-Langlaufhalle und ein Kinderparadies beherbergen soll.

An die Insel gewordenen Utopien der Scheichs in Dubai wie „The Palm“ oder „The World“ erinnern auch die Häuser mitten im Hafenbecken. Harm, der bereits in Rheinsberg in Brandenburg eine Ferienanlage für Bootsbesitzer und in Schweden das größte Einkaufszentrum des Landes gebaut hat, ist sich sicher, dass der Markt noch nicht gesättigt ist. „Die guten Liegeplätze sind überlaufen.“

Und Urlaub im eigenen Ferienhaus in der Nähe von Booten und Wasser scheint für viele Interessenten der Auslöser gewesen zu sein, den lang gehegten Wunsch nach einem Boot doch noch zu verwirklichen. „In Rheinsberg“, sagt Harm, „haben viele ein Haus gekauft, die noch gar kein Boot besaßen.“

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.10.2011, 22:20 UhrAnonymer Benutzer: A. Diel

    Nun ist der Harm Jaska also seinen GF-Posten los. Man trennt sich von den Kriminellen! bravo! Hoffentlich muss er ein paar Jahre sitzen!
    Steht übrigens im schleiblog...

  • 30.10.2008, 12:40 UhrAnonymer Benutzer: A. Diel

    Sehr geehrter Herr Harm,
    nichts gegen ihr bauvorhaben als solches, aber wenn Sie mal ehrlich sind, haben Sie sich im Zuge dessen nicht gerade mit Ruhm bekleckert. ich erinnere an ihre und die Aussagen ihres Vaters, die Finanzierung für das gesamte bauvorhaben sei gesichert, die amerikanischen Geldgeber würden alles zahlen. Vor kurzem erklärt ihr Vater öffentlich, "man müsse nun erst einmal Ferienhäuser verkaufen, um die "Anschubfinanzierung" zu sichern". Dass die Umweltschutzverbände darauf anspringen und - vielleicht zu Recht- vermuten, Sie wollten nur ein paar Villen in bestlage bauen, abkassieren und den Laden dann zumachen, ist doch wohl naheliegend.
    Dass im Rahmen solcher Großbauvorhaben viel erzählt und geschrieben wird (auch in blogs und internetforen), liegt nahe, aber wenn sich ein insider wie ihr Vater, der sich selbst als Generalplaner bezeichnet, selbst der Lüge bezichtigt, dann klingt das für mich, ich zitiere den Spiegel, nach "dubiosen Projektentwicklern".
    Und m. W. haben Sie in Preetz in Schleswig-Holstein einen großen berg verbrannte Erde zurückgelassen, wenn man hört, was Stadt und bürgermeister über Sie berichten.
    bei vielen haben Sie ihre Glaubwürdigkeit damit bereits verspielt.

  • 18.10.2008, 16:25 UhrAnonymer Benutzer: Jaska Harm

    Sehr geerhter Herr Krawinkel,

    hiermit lade ich Sie herzlich zur "Luftnummer" Hafendorf Rheinsberg für ein Wochenende ein (www.hafendorf-rheinsberg.de), damit Sie ihr Wissen direkt vor Ort bekommen und nicht auf den schlei.blog angewiesen sind. Dieser versucht mit seinen Verläumnungen uns zu erpressen. Über den Anwalt des blog betreibers, Herrn Grau, erhielten wir ein schriftliches Angebot, dass er gegen Zahlung eines noch zu verhandelnden betrages den schlei.blog einstellt und sich zudem verpflichtet auf jegliche Meinunsäußerungen gegen das Vorhaben in Zukunft verzichtet. Seitdem nehme ich den Herrn Grau und seinen blog nicht mehr ernst. Eine Kopie des Schreibens können Sie über die Port Olpenitz Web Seite anfordern.

    Darübr Hinaus bin ich froh, dass Sie neben dem schlei.blog auch seriöse Magazine wie die WirtschaftsWoche lesen. Das gibt Hoffnung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jaska Harm

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