Päckchen bringen Gewinn: Post profitiert von E-Commerce-Boom

Päckchen bringen Gewinn: Post profitiert von E-Commerce-Boom

, aktualisiert 12. März 2014, 07:38 Uhr
von Nele Hansen

Die Deutsche Post machte 2013 einen satten Gewinn. Konzernchef Frank Appel will die Aktionäre daran beteiligen. Die Bonner profitieren besonders von der steigenden Lust der Deutschen auf Internet-Shopping.

Die Aktionäre der Post dürften zufrieden sein: Deutsche-Post-Chef Frank Appel hat am Mittwoch gute Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Die Deutsche Post verzeichnete einen operativen Gewinn (Ebit) von 2,86 (2,66) Milliarden Euro, unter dem Strich blieb ein Gewinn von über zwei (1,6) Milliarden Euro. Konzernchef Frank Appel will die Aktionäre daran beteiligen: Die Aktionäre sollen eine von 70 auf 80 Cent erhöhte Dividende erhalten. Mit der seit Januar geltenden Portoerhöhung im Rücken will der Konzern im laufenden Jahr den operativen Gewinn auf 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro steigern.

Der Briefbereich der Post, zu dem auch das Paketgeschäft gehört, profitiert vor allem vom steigenden E-Commerce-Markt. Während das Briefvolumen seit Jahren zurückgeht, werden immer mehr Pakete verschickt – ob mit Schuhen, Büchern oder neuerdings mit Lebensmitteln. Die Post habe 2013 erstmals in Deutschland mehr als eine Milliarde Pakete ausgeliefert, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

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Um in diesem Bereich weiter zu wachsen, baute die Post ihre Sortierkapazität um neun Prozent aus und kündigte 20.000 neue Paketshops an. 2012 übernahmen die Bonner den Online-Supermarkt Allyouneed, der aus einem Zentrallager in der Nähe von Kassel Milch, Butter, Äpfel oder Nudeln deutschlandweit verschickt. Damit der Kunde sein Paket nicht erst am nächsten Tag beim Nachbarn oder an der Paketstation abholen muss, hat die Post nach Berlin, dem Ruhrgebiet, Berlin und München einen Feierabendlieferservice auch in Hamburg und Stuttgart eingerichtet, bei dem Kunden zwischen der Zustellung am frühen und späten Abend wählen können. Teilweise kann die Lieferung sogar am gleichen Tag zugestellt werden.

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Bis 2015 rechnet die Post mit einem Wachstum im deutschen Paketmarkt von fünf bis sieben Prozent. Dass die Pakete in naher Zukunft von Drohnen ausgetragen werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich und dürfte ein gelungener PR-Gag von Amazon gewesen sein. Wenige Tage später testete auch  die Post erfolgreich eine Paket-Drohne. Technisch machbar ist das Ganze, wird wenn aber wahrscheinlich eher genutzt, um eilige Lieferungen wie beispielsweise Medikamente in abgelegene Regionen zu transportieren.

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