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Pannen-Flughafen: Flughafen Berlin-Brandenburg hat über 20.000 einzelne Mängel

Die Zahl klingt gigantisch: 20.000 Mängel soll es am neuen Hauptstadtflughafen geben. Doch dazu zählen auch kleine Defizite, wie kaputte Fliesen. Problem sei und bleibe der Brandschutz, heißt es.

BER könnte mehr als fünf Milliarden Euro kosten

Die Kosten laufen aus dem Ruder - die Instandhaltung des Hauptstadtflughafens verschlingt täglich große Summen. Nun könnten die Endkosten höher ausfallen, als bisher geplant. Die Zahlen, auf die sich das Handelsblatt beruft: Jeden Monat 35 bis 40 Millionen Euro mehr - wegen des verpatzten Starts des Berliner Hauptstadtflughafens. Damit würden sich die Gesamtkosten für die Flughafengesellschaft FBB - und damit für die Bundesländer Berlin, Brandenburg und den Bund - bis Ende 2014 auf 5,1 Milliarden Euro summieren - 800 Millionen mehr als die veranschlagten 4,3 Milliarden Euro.

Bild: dpa

Am neuen Hauptstadtflughafen müssen mehr als 20.000 Mängel repariert werden. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ und beruft sich dabei auf Aufsichtsratskreise. Die Zahl 20.000 sei aber irreführend und ohne jede Aussagekraft, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur dpa. „Das Problem ist und bleibt der Brandschutz. Wir fassen alle relevanten Punkte in einem Fortschrittsbericht zusammen.“

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Dass es einen solchen Report geben soll, war bereits am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz mitgeteilt worden. Zu den 20.000 Mängeln zählen auch kleine Defizite, wie zum Beispiel eine kaputte Fliese.

Brandschutzprobleme am Flughafen BER "Neubau der technischen Ausrüstung" notwendig

Die Probleme mit dem Brandschutz am Flughafen Berlin-Brandenburg werden immer umfangreicher.

Brandschutzprobleme am Flughafen BER: "Neubau der technischen Ausrüstung" notwendig

In dem Bericht sollen alle Probleme und Fehler am Flughafen BER kategorisiert werden: von A (Priorität hoch) bis D (Priorität niedrig). „Ziel ist absolute Transparenz beim Baufortschritt. Wir wollen nicht, dass das Desaster nur dokumentiert, sondern dass abgearbeitet wird“, sagte BER-Aufsichtsrat und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), der „Bild am Sonntag“.

Dass die Mängel teilweise sehr schwerwiegen sind, geht auch aus einer „Hintergrunddarstellung“ der Berliner Flughafengesellschaft (FBB) vom 24. Januar 2013, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Demnach muss etwa die Entrauchungsanlage im Fluggastterminal umfangreich überarbeitet werden.

Die Kosten des Hauptstadtflughafens

  • Kosten

    Der Stand der Gesamtkosten belief sich zwischenzeitlich auf 3,1 Milliarden Euro. Dazu kamen circa 118 Millionen Euro im direkten Zusammenhang mit der Verschiebung der Eröffnung - beispielsweise für den längeren Betrieb in Tegel und Schönefeld bis zum BER-Start -, weitere 276 Millionen Euro für Mehrkosten beim Bau, 192 Millionen Euro an Mindereinnahmen oder Reserven und bis zu 591 Millionen Euro für den erweiterten Lärmschutz.

    Insgesamt ergibt sich daraus der aktuelle Stand der Gesamtkosten von bis zu 4,277 Milliarden Euro.

  • Finanzierung

    Für die Finanzierung sind bislang 3,36 Milliarden Euro zugesichert. Davon kommen rund 2,4 Milliarden Euro aus Krediten, 430 Millionen Euro vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg, 531 Millionen Euro aus Eigenmitteln der Betreiber.

  • Mehrkosten

    Die Summe der Mehrkosten beläuft sich auf bis zu 1,177 Milliarden Euro. Deren Finanzierung ist im Detail noch unklar. Berlin, Brandenburg und der Bund haben eine Finanzspritze vereinbart. Sie sind zu jeweils 37 Prozent (beide Länder) und 26 Prozent (Bund) an der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH beteiligt. Wie die Finanzspritze genau aussehen soll, muss der Aufsichtsrat noch festlegen.

Am vergangenen Mittwoch hatte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) angekündigt, dass der frühere Chef des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, am neuen Hauptstadtflughafen als Berater einspringt. Allerdings nur so lange, bis ein neuer Airportchef gefunden sei.

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Die Eröffnung des Flughafens war im Januar zum vierten Mal abgesagt worden, weil die Betreiber Technikprobleme, Baumängel und die Folgen von Fehlplanungen nicht in den Griff bekommen. Besondere Probleme bereitet dabei die Brandschutzanlage. Auf der Baustelle in Schönefeld läuft noch bis zum Juni oder Juli eine Bestandsaufnahme dazu, welche Arbeiten im Terminal neu geplant werden müssen. Der Aufsichtsrat will sich am 8. März wiedertreffen.

Die Eröffnung des Pannen-Airports wurde bereits viermal verschoben, Experten rechnen mit einer Eröffnung frühestens im Jahr 2014.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.03.2013, 12:02 Uhrawtwahl

    und wir, die steuerzahler sollten den schaden tragen ?

  • 11.03.2013, 12:01 Uhrawtwahl

    das Hauptproblem ist die Fachkompetenz von Wowereit und Platzeck, ab*in den Ruhestand waere schoen gewesen.
    Fuer 20.000 Maengel aber ist wohl der Hauptbautraeger verantwortlich und die Korruption bei diesem Vorhaben. Wie eigentlich haben die Englaender die Olympiade zustande gebracht, korrupte verfilzte BRD !

  • 18.02.2013, 18:00 UhrMike

    In Wahrheit sind es wahrscheinlich 100.000 Mängel, sowie der Flughafen immer lügt. Hier ist doch die Devise Abreissen ist billiger als neubauen und dann gleich in Sperenberg, damit auch das Problem beseitigt wird !

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