Pay-TV: Gastwirte wollen weiter mit Sky kooperieren

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Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband hat sich dagegen entschieden, kollektiv seine Verträge mit Sky zu beenden.

von Peter Steinkirchner

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga will Kooperation mit Sky fortsetzen. Vielen Wirten waren die Preiserhöhungen des Bezahl-TV-Anbieters zuvor sauer aufgestoßen.

Erst versetzt er Wirte und Hoteliers mit zum Teil heftigen Preiserhöhungen bundesweit in Rage, jetzt kann Brian Sullivan, Vorstandschef des Pay-TV-Unternehmens Sky, erst einmal aufatmen: Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga wird die Kooperation mit dem Medienkonzern fortsetzen. Darüber herrschte am Dienstag bei der Herbsttagung des Großen Vorstands des Interessenverbands in Hamburg Einigkeit.

Demnach überwiegen - trotz der gestiegenen Preise - die Vorteile für die Wirte. Zwar nehme der Dehoga die anhaltende Kritik aus den eigenen Reihen sehr ernst, sagte ein Sprecher der WirtschaftsWoche. Zudem werde man genau im Auge behalten, ob Sky in Zukunft weiter an der Preisschraube drehe. Dennoch sehen die Verbandsvertreter nun keinen Grund, die Zusammenarbeit mit den Unterföhringern zu beenden.

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In den vergangenen Wochen hatte es in vielen Städten massive Proteste von Gastwirten und Kneipiers an der neuen Preispolitik gegeben. Einzelne Wirtshäuser mussten bis zu 40 Prozent höhere Monatspreise für ein Sky-Abo berappen als in der vergangenen Saison. Dutzende kündigten ihr Abo und wollten auf Fußball in der Kneipe verzichten. Genaue Kündigungszahlen nennen weder Dehoga noch Sky.

Teure Preismodelle für Gaststätten

Vor der Herbsttagung hatte ein mögliches Ende der Kooperation zwischen Sky und Wirts-Verband in der Luft gehangen. „80 Prozent aller Gewerbekunden müssen 30 Prozent mehr Abo-Gebühr zahlen“, hatte ein Dehoga-Sprecher im Vorfeld gesagt. „Wir haben massiven Ärger.“ Auch deshalb, weil Sky bereits im vergangenen Jahr, wegen seines neuen Preismodells, die Abogebühren für Kneipen zum Teil deutlich angehoben hatte; damals seien die Preise im Schnitt gar um 40 Prozent gestiegen. Auch damals waren keine absoluten Kündigungszahlen veröffentlicht worden.

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Sky hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass sein neues Preismodell nicht nur zu Preiserhöhungen, sondern in einigen Fällen auch zu Preissenkungen geführt habe. Seit vergangenem Jahr kassiert Sky nach einem ziemlich detaillierten Berechnungsmodell mehr Geld von Gastwirten in Bundesliga-Städten als von solchen in Fußball-ferneren Orten. Auch Faktoren wie Kaufkraft in einer Region fließen in das Preismodell ein, hieß es bei Sky.

Mit dem Verband Dehoga hatte Sky eine Kooperation vereinbart, die den Verbandsmitgliedern günstigere Konditionen beschert. Gastronomen, die in dem Zusammenhang Live-Fußball oder andere Sky-Sportübertragungen zeigen wollen, bekommen je nach Betriebsgröße, Standort und Vertragsform einen Rabatt zwischen 275 und 800 Euro pro Jahr.

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