Pleitewelle möglich: Reisebranche fürchtet Steuernachforderungen

Pleitewelle möglich: Reisebranche fürchtet Steuernachforderungen

von Hans-Jürgen Klesse

Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen, die Umsätze von Reiseveranstaltern und Reisebüros sind im zu Ende gehenden Jahr gewachsen. Dennoch ist die Branche besorgt: Eine Neu-Interpretation der Gewerbesteuerordnung durch die Finanzverwaltung könnte eine Pleitewelle vor allem bei kleinen und mittelständischen Reiseveranstaltern auslösen.

"Wir haben kein leichtes Jahr hinter uns", fasste Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) die Bilanz des zu Ende gehenden Reisejahrs 2012/2013 zusammen. Probleme bereiteten den Reiseveranstaltern und Reisebüros die anhaltenden politischen Unruhen in Nordafrika und das Hochwasser vom Sommer in Deutschland, dass vor allem vielen einheimischen Ferienorten in den neuen Bundesländern die Saison gründlich verhagelt hat.

Aber zuerst die guten Nachrichten: "Im Vergleich zu anderen Branchen hatte die Touristik 2012/2013 ein gutes Jahr", sagte Büchy während der Jahrestagung seines Verbands in Salzburg. Die Reiseveranstalter verzeichneten ein Umsatzwachstum um drei bis 3,5 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro, was rund 40 Millionen organisierter Reisen entspricht.

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Die Entwicklung verlief je nach Ziel für die schönsten Wochen des Jahres aber sehr unterschiedlich. Zu den Gewinnern der Reisebilanz gehörte Griechenland, "die Wende ist geschafft, die Einnahmen aus dem Tourismus haben sich um 18 Prozent gesteigert", so Büchy. Die deutschen Touristen haben dazu kräftig beigetragen, "Deutschland ist für Griechenland der zweitwichtigste Quellmarkt." Zugelegt - allerdings von einem niedrigen Niveau - hat auch  Tunesien, wo eine Erholung sichtbar ist.

Zu den Verlierern zählen dagegen die Kanarischen Inseln, Bulgarien und vor allem Ägypten. Das Land gehört wegen der anhaltenden politischen Unruhen nach wie vor zu den Sorgenkindern der Reiseveranstalter. Die haben allerdings zu der für normale Bundesbürger ohnehin unübersichtlichen Lage in den Badeorten am Roten Meer noch kräftig beigetragen, weil sie sich nicht alle an die ansonsten als Leitlinie geltenden Reise-Warnungen des Auswärtigen Amtes in Berlin hielten.

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