Streik bei Amazon: Proteste in sechs Versandlagern

Proteste in sechs Versandlagern: Amazon-Beschäftigte streiken erneut

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Streikende Mitarbeiter stehen vor der Betriebsstätte des Online-Händlers Amazon.

Im Kampf um einen Tarifvertrag sind Beschäftigte des Versandhändlers Amazon erneut an mehreren deutschen Standorten in den Streik getreten.

Wie die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mitteilte, galt der Aufruf für die beiden Versandzentren im hessischen Bad Hersfeld sowie in Koblenz (Rheinland-Pfalz), Leipzig (Sachsen), Rheinberg und Werne (beide NRW). Auch beim DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Instant Video in Elmshorn (Schleswig-Holstein) wurde nach Verdi-Angaben gestreikt.

Die Arbeitsniederlegungen begannen mit der Frühschicht und sollten bis zum Ende der Spätschicht dauern. Die Streiks hätten keinen Einfluss auf pünktliche Lieferungen, sagte eine Amazon-Sprecherin in München. Insgesamt hätten sich weniger als 850 Beschäftigte in der Frühschicht an den Protesten beteiligt.

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Verdi forderte das Unternehmen auf, die Blockade gegen Tarifverhandlungen aufzugeben. Die Gewerkschaft verlangt in dem seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen verweigert aber Verhandlungen, sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. Deswegen kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks an verschiedenen Standorten bundesweit. Amazon beschäftigt in den Warenlagern über 11.000 Festangestellte.

Trotz des festgefahrenen Tarifkonflikts zeigte sich Verdi-Sprecher Thomas Voß kämpferisch und zuversichtlich. Die Streikbereitschaft lasse nicht nach. Die Gewerkschaft habe viel erreicht. Die Arbeitsbedingungen seien verbessert und Lohnerhöhungen erreicht worden.

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