Reiseexperte Martin Buck: „Ich erwarte eher moderate Preissteigerungen“

Reiseexperte Martin Buck: „Ich erwarte eher moderate Preissteigerungen“

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Die Preise für Flugtickets dürften steigen, meint Martin Buck.

von Hans-Jürgen Klesse

Zum Auftakt der Internationalen Tourismusbörse spricht Reiseexperte Martin Buck über die Entwicklung der Preise für Dienstreisen und mögliche Alternativen.

Herr Buck, Geschäftsreisethemen sind mittlerweile fester Bestandteil des ITB-Kongress-Programms. Welche Themen stehen im Vordergrund?

Buck: Der wichtigste Trend ist und bleibt das Thema Kostensenkung. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die deutschen Unternehmen ihre Kosten im Griff haben, die Ausgaben für Geschäftsreisen spielen dabei eine wichtige Rolle. Wir greifen diesen Trend mit der thematischen Ausrichtung unsereer Business Travel Days auf.

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Der zweite Trend ist das Thema Automatisierung der Prozesse und Abläufe. Immer mehr Geschäftsreisende nutzen Apps für Smartphones und Tablet-Computer für ihre Reiseplanung. Die Travel Manager müssen diese Apps in die Reiserichtlinien ihrer Unternehmen integrieren. Im Rahmen unserer ITB-Library erscheint zur Messe übrigens ein Buch mit allen derzeit angebotenen Travel-Apps.

Was konkret bieten Sie den Travel Managern auf den Business Travel Days?

Der Deutsche Reiseverband hat eine Präsentation zum Thema „Chefsache Business Travel“ vorbereitet, die Kreditkartengebühr der Luftverkehrsgesellschaften wird auf der Podiumsdiskussion „Preisfrage“ abgehandelt, zu einer weiteren Diskussion treffen sich mittelständische Aussteller unter dem Motto „Small is beautiful“  und außerdem geht es um den Dauerbrenner Sicherheit und Risikomanagement für Geschäftsreisen.

Martin Buck

Martin Buck

Müssen die Geschäftsreisenden angesichts des drohenden Konjunkturabschwungs mit zusätzlichen Komfortabstrichen rechnen?

Im Moment sind die Aussichten für die deutsche Wirtschaft ja noch relativ gut. Aber wenn aus der zu erwartenden Konjunkturabflachung eine Rezession wird, gehe ich davon aus, dass die Unternehmen ihre Reiseausgaben begrenzen, so wie das bei der Krise Ende 2008 und 2009 auch passierte.

Dienstreisen

  • Wie viel deutsche Unternehmen für Dienstreisen ausgeben

    Deutsche Unternehmen gaben im Jahr 2007 48,7 Milliarden Euro für Dienstreisen aus. Die Anzahl lag mit etwa 167 Millionen über den Zahlen der Folgejahre. (2008: 163,1 Mio.; 2009: 145,1 Mio., 2010: 154,8 Mio.; 2011: 163,4 Mio.). Die Zahl für 2011 beruht noch auf Schätzungen.

  • So teuer werden Economy-Flüge

    Die wahrscheinliche Kostenentwicklung für 2012 sieht wie folgt aus:

    Economy-Flüge

    Wer innerhalb Europas reist, muss sich auf Steigerungen von bis zu vier Prozent einstellen.

    Für USA-Flüge könnte ein Aufpreis von zwei bis fünf Prozent verlangt werden.

    Auch für Dienstreisende nach Asien kann es bis zu fünf Prozent teurer werden.

    Wer nach Lateinamerika will, muss ebenfalls mit bis zu sechs Prozent höheren Preisen rechnen.

  • Was auf Reisen am meisten kostet

    Flugkosten sind der größte Kostenfaktor bei den Dienstreisen (26 Prozent). Diesen ersten Platz teilen sie sich mit den Kosten für die Übernachtungen (Hotelkosten: 26 Prozent). Weitere Dinge, die in das Budget mit einfließen sind kosten für Bahnreisen (16 Prozent) und die Aufwendungen für Verpflegung (12,5 Prozent).

  • Preissteigerungen in der Business-Class

    Business-Flüge

    Die Preise in der Business-Class werden in diesem Jahr voraussichtlich ebenfalls steigen:

    Wessen Flugziel innerhalb Europas liegt, wird mit einer Kostensteigerung von drei bis sieben Prozent rechnen müssen.

    Wer in die USA will, muss wahrscheinlich drei bis fünf Prozent mehr zahlen, Ziele in Asien werden sogar um sechs bis zehn Prozent teurer.

    Lateinamerika-Reisende müssen mit Aufschlägen von fünf bis acht Prozent rechnen.

  • Wie die Hotelpreise steigen werden

    Auch bei den Hotelpreisen wird es wohl teurer werden.

    Experten von American Express Business Travel Forecast erwarten, dass die Kosten für Übernachtungen in Europa um bis zu fünf Prozent steigen.

    Bis zu sechs Prozent teurer sollen Hotelaufenthalte in den USA werden, bis zu zehn Prozent mehr muss für Übernachtungen in Asien bezahlt werden.

    Fünf bis sechs Prozent mehr werden voraussichtlich Übernachtungen in Lateinamerika kosten.

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