Reisen: Deutsche Urlauber meiden Griechenland

Reisen: Deutsche Urlauber meiden Griechenland

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"Verbrannten Deutschland-Fahnen“ mit "einer bemalten Kanzlerin“: Nur noch wenige deutsche Touristen kommen zur Akropolis in Athen.

von Christian Schlesiger

Die Reisefreude der Deutschen kennt kein Ende. Sie sind in diesem Jahr so viel gereist wie noch nie zuvor. Die Statistiker verzeichneten 40 Millionen Reisen, Veranstalter und Reisebüros melden ein deutliches Umsatzwachstum. Nur Hellas kann davon nicht profitieren.

Erneut gibt es schlechte Nachrichten für Griechenland. In der Urlaubssaison 2012 reisten deutlich weniger Deutsche nach Athen, Kreta oder Rhodos als im Vorjahr. Anfang des Jahres lagen Buchungsrückgänge im zweistelligen Prozentbereich. In den letzten Monaten habe sich das Minus im einstelligen Prozentbereich eingependelt, sagte Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen Reiseverbandes bei der Präsentationen der Branchenzahlen in Montenegro. Grund für die griechische Misere sei die anhaltend „schlechte Darstellung in den Medien“. Im Fernsehen liefen Bilder von „verbrannten Deutschland-Fahnen“ und „einer bemalten Kanzlerin“, so Büchy. „Der griechische Tourismus leidet unter den Scharfmachern in Athen.“

Die Zahlen dürften die griechischen Hoteliers besonders ärgern, denn die Deutschen sind in diesem Jahr so viel gereist wie noch nie. In den vergangenen zwölf Monaten verzeichneten die Statistiker 40 Millionen Reisen. Die Veranstalter melden ein Umsatzplus von rund vier Prozent auf mehr als 24 Milliarden Euro. Vor allem die spanischen Kanaren und Balearen sowie die Türkei konnten deutsche Urlauber anziehen. Im Plus lag auch Tunesien. Das nordafrikanische Land „hat fast das Niveau vor der Revolution erreicht“, so Büchy.

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Von Krise ist auch im kommenden Jahr keine Spur. Die deutsche Reiseindustrie boomt. „Wir bewegen uns auf einem hohen Niveau mit immer noch leichtem Aufwärtstrend“, sagt Büchy. Jüngste Studien sehen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 bei 0,8 Prozent. „Wir werden darüber liegen.“

Licht und Schatten gibt es bei den Reisebüros. Bis Jahresende erwartet der stationäre Vertrieb ein Umsatzplus von drei bis vier Prozent. Gleichzeitig geht das Reisebüro-Sterben weiter. Erstmals sank die Zahl der Filialen unter die Marke von 10.000. Vor allem in Thüringen und Sachsen mussten Reisebüros wegen Erfolgslosigkeit schließen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber gleichzeitig auch einen höheren Umsatz pro Reisebüro. Seit 2004 stieg der Umsatz pro Reisebüro stetig an.

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